Für diesen Tarifabschluss hätten in den vergangenen Jahren Millionen Ungarn hat gearbeitet, er sei durch Leistung gedeckt, erklärte Orbán. Diese Chance entsprang nicht der internationalen Konjunktur, sie wurde nicht durch den IWF gewährt und ist nicht glücklichen Umständen zu verdanken. In den vergangenen 26 Jahren wurde immer wieder mal etwas Ähnliches versucht, eine so umfassende Übereinkunft wie heute sei aber noch nie gelungen. Um über die Löhne sprechen zu können, bedurfte es Arbeitsplätzen und dafür einer funktionierenden Wirtschaft. Orbán erläuterte, der Staat könne den Menschen keine Arbeit geben, das habe im Sozialismus zum Zusammenbruch geführt. Deshalb habe der Staat eine Wirtschaftspolitik verfolgt, die Arbeit zur Basis macht, woraufhin heute in Ungarn alle, die arbeiten wollen, auch arbeiten können. Nun richte man den Blick in die Zukunft, denn es solle sich auch überall lohnen, zu arbeiten.

Der Premier interpretierte die Tarifvereinbarung erneut als Ausgangspunkt einer neuen Wirtschaftspolitik, der demnächst eine Vereinbarung über die technologische Modernisierung, über Ingenieurwissenschaften, Roboterwesen und Digitalisierung folgen müsse. Ungarn habe nun die Voraussetzungen für den Eintritt in die neue Industrierevolution geschaffen, und besitze die Chance, im großen technologischen Wettbewerb mitzuhalten.

Konversation

WEITERE AKTUELLE BEITRÄGE
Rezension: Der gelehrsame Exilant von Zsolt K. Lengyel

Eine kleine Biografie des Historikers Thomas von Bogyay

Geschrieben von Robert Fallenstein

1962 ist das Gründungsjahr des Ungarischen Instituts München. Der Aufstand in Ungarn liegt gerade…

Analoge Fotografie

Eine Zeitmaschine in der Hand

Geschrieben von Laura Pisch

Schwerer als gewohnt, aber angenehm liegt die Kamera in den Händen, beim Auslösen gibt sie ein…

Die rechte Seite / Kommentar zur Lage der Nation

Auf in ein neues goldenes Zeitalter!

Geschrieben von Gábor Bencsik

Die einzig richtige Lösung liegt in der Rückbesinnung auf unsere Werte und unsere Herkunft. Die…