Der Energy Globe Award wurde 1999 auf Initiative eines österreichischen Ingenieurs ins Leben gerufen und entwickelte sich seitdem zu einem der renommiertesten internationalen Preise im Bereich Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Mittlerweile werden jährlich in 177 Ländern Wettbewerbe veranstaltet. Mit Unterstützung der E.ON Gruppe schließt sich in diesem Jahr nun Ungarn an. Außer in der Kategorie Unternehmen und Kommunen werden bis zum 11. Dezember 2016 auch Bewerbungen in der Kategorie NGOs und Bildungseinrichtungen erwartet. Es werden drei Wettbewerber je Kategorie von einer unabhängigen, aus anerkannten Fachleuten bestehenden Jury ausgewählt. „Während sich die Geschichte der Menschheit bislang um die Entdeckung und Nutzung von Energiequellen drehte, gehört das 21. Jahrhundert zweifellos den energetischen Innovationen“, so Zsolt Jamniczky, Vorstandsmitglied der E.ON Hungária Zrt. und Mitglied der Jury für den Energy Globe Award Ungarn.

Attila Chikán jun., Präsident der Ungarischen Sektion des Weltwirtschaftsrats für Nachhaltige Entwicklung und Vorstandsvorsitzender der ALTEO-Gruppe, macht als Jurymitglied auf die geschäftlichen Vorteile der internationalen Beziehungen aufmerksam: „Obwohl die Festlegung von Energieeffizienz in erster Linie die Anwendung der für das betroffene Unternehmen zugeschnittenen Energieeffizienzlösungen darstellt, sind die internationalen best practice Ansätze häufig ein Vorbild für Kunden oder Investoren. In diesem Wettbewerb besteht der größte Gewinn für die Unternehmen darin, dass sie die besten Energieeffizienzlösungen kennenlernen und darüber hinaus hochdotierte Preise erhalten können.“

In den Kategorien Unternehmen und „Zukünftige Generation“ werden jeweils drei Millionen Forint vergeben, während die Kommunen mit Nachhaltigkeitsthemen einen Spielplatz für ihre Gemeinde gewinnen können. Die Veranstalter verlassen sich dabei auch auf das Publikum, das für seine Abstimmung smarte und nachhaltige Preise, so etwa ein elektrisches Fahrrad und Smartphones gewinnen kann.

Als Jurymitglied hebt István Szalgó, Vorstand der ING Bank Ungarn und Ehrenpräsident der Ungarischen Sektion des Weltwirtschaftsrats für Nachhaltige Entwicklung (BCSDH) das Motiv der Chancengleichheit als einen besonderen Wert hervor: „Im Geiste des Wettbewerbs können unabhängig vom Investitionsvolumen, unterschiedlichste Initiativen von Unternehmen, Kommunen, Schulen oder gesellschaftliche Vereinigungen ausgehen, da die Jury in erster Linie bewerten wird, welche Wirkung das jeweilige Projekt in seinem eigenen Sektor entfaltet.“

Klimaforscherin Diána Ürge-Vorsatz, Leiterin des Forschungszentrums für Wetterentwicklung und nachhaltige Energiepolitik der Central European University Budapest meint: „Ich schließe mich sehr gerne der Jury an, weil der Energy Globe Award Ungarn die Botschaft verstärkt, dass wir alle auf sämtlichen Ebenen – sei es eine Unternehmens- oder Kommunalinitiative oder eine Initiative der Jugend – etwas für einen lebenswerteren, smarteren, umweltbewussteren Alltag tun können.“

„Nach meiner Wahrnehmung entwickelten sich Energie und Energiewirtschaft in wenigen Jahren zu einem maßgeblichen Thema. Gleichzeitig bin ich mir sicher, dass es in Ungarn viel mehr Erfolgsgeschichten und Initiativen gibt, als es die Presse widerspiegelt. Als Jurymitglied dieser Auszeichnung kann ich eine Änderung auf diesem Feld bewirken“, ist sich TV-Moderatorin Gabriella Jakupcsek sicher.

Dr. Péter Grabner, für Energetik verantwortlicher stellvertretender Präsident des ungarischen Amtes für Energetik und Stadtwerkeregulierung meint in seiner Eigenschaft als Jurymitglied: „Über die Energetik denken viele, es sei ein überreguliertes, unendlich ernstes Gebiet. Ich bin mir sicher, dass dieser Wettbewerb unter Beweis stellen wird, dass es sich in Wahrheit um ein lebendiges und abwechslungsreiches Feld handelt.“

Auf der Seite www.energy-globe.hu können Bewerbungen bis zum 11. Dezember eingereicht werden. Die Bewertung der Bewerbungen erfolgt noch im Dezember, die Ergebnisverkündung sowie die Publikumsabstimmung findet voraussichtlich Anfang 2017 statt. Auf der Homepage können die Kriterien für die Bewertung und Beurteilung, beziehungsweise die Projektbeschreibungen früherer Teilnehmer am internationalen Wettbewerb eingesehen werden.

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