Orbán betonte, Mitteleuropa und China seien am gegenseitigen Erfolg interessiert. Ungarn engagiere sich für den Neubau der Seidenstraße. In diesem Sinne werde die Eisenbahnstrecke Budapest-Belgrad gemeinsam mit den Chinesen ausgebaut. Die Zusammenarbeit Chinas mit der Region dürfe keinen Beschränkungen durch die EU unterliegen. Denn was gut ist für die Region Mitteleuropas, sei auch gut für ganz Europa. Orbán meinte, ohne das Wirtschaftswachstum der Mitteleuropäer würde der alte Kontinent schon heute statt Wachstum Stagnation erleben. Heute sei es offensichtlich, dass sich die Schwergewichte der Weltwirtschaft von West nach Ost, vom Atlantischen zum Stillen Ozean verlagern. Zu den zwischenparteilichen Beziehungen merkte der Premier an, im Gegensatz zur traditionellen westlichen Denkweise sei Ungarn „kein Anhänger des Exports politischer und wirtschaftlicher Systeme“. Jede Nation habe ihren eigenen Charakter, der sich in individuellen politischen Systemen niederschlage.

Ungarn hat sein Beitrittsersuchen zur Asiatischen Investitions- und Infrastrukturbank (AIIB) eingereicht, gab Orbán bekannt. Außerdem sei Budapest bereit, in der zweiten Jahreshälfte 2017 das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs des Kooperationsforums China-Mitteleuropa auszurichten.

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