Bei einer Destabilisierung Ägyptens würden erneut Hunderttausende nach Europa kommen und an der südlichen Grenze Ungarns erscheinen. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, wenn es in der Nachbarschaft von Ägypten Destabilisierung gibt, wie z. B. in Syrien oder Libyen, so hat das dramatische Auswirkungen auf Europa. Neben Sicherheitsaspekten sind auch wirtschaftliche Interessen wichtig.

Am Mittwoch hat Szijjártó in Ägypten ein breitgefächertes Kooperationsprogramm für Industrie, Agrar- und Energiewirtschaft auf den Weg gebracht, dessen bedeutendstes Element ein Großauftrag zum Bau von 700 Eisenbahnwaggons im Wert von ca. 900 Mio. Euro sein könnte. Die größten Chancen hat diesbezüglich ein ungarisch-russisches Konsortium.

Bei der weiteren Entwicklung Ägyptens könnten auch die ungarischen Wasserklär- und Wasserwirtschaftstechnologien ins Spiel kommen, da die ägyptische Bevölkerung sprunghaft wächst. Damit muss auch die Agrarwirtschaft und Lebensmittelindustrie Schritt halten können. Notwendig dafür ist die Klärung des Nilwassers, zudem bestehen für ungarische Unternehmen Möglichkeiten zur Betreibung von Wassersystemen der Großstädte.
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