Bereits im April hatten Außenwirtschaftsminister Péter Szijjártó und Jost Lammers, Vorstandsdirektor der Budapest Airport Zrt., den Start der neuen Verbindung bekannt gegeben (die Budapester Zeitung berichtete). Die Donaumetropole ist die erste mitteleuropäische Stadt und überhaupt erst das sechste Reiseziel in Europa im Destinationsnetz der südkoreanischen Fluggesellschaft.

Die erste aus Seoul ankommende Maschine war gleich eine große des Typs Boeing 777-200ER. Insgesamt bietet sie 262 Passagieren Platz und benötigt für die knapp 8.200 Kilometer lange Strecke Budapest-Seoul circa 12 Stunden.

Die Budapest-Flüge von Asiana verkehren vorerst bis zum Ende der sommerlichen Hauptverkehrsreisezeit Ende August sieben Mal die Woche in Form von Charterflügen; das heißt, dass koreanische Reiseveranstalter die Tickets in Paketen vertreiben. Den Erwartungen zufolge wird sich das Angebot einer großen Beliebtheit erfreuen, schließlich habe sich laut Mitteilung des Flughafenbetreibers die Zahl der Ungarn besuchenden Koreaner in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht, 2015 sollen es bereits knapp 100.000 gewesen sein, von denen die meisten im Rahmen einer Europa-Rundreise per Bus nach Ungarn gekommen waren. Gerade deshalb sei die Direktverbindung ein wichtiger Schritt nach vorne, denn die dortigen Reisebüros bieten gezielte Reisen nach Ungarn an, wovon in erster Linie der heimische Tourismussektor profitiere.

Frachtverkehr dank koreanischer Großinvestoren

Balázs Bogáts, Leiter Flugverbindungsentwicklung bei der Budapest Airport Zrt., erklärte: „Wir arbeiten auch weiterhin daran, das Angebot in Budapest zu verbreitern und hoffen, dass die Charterangebote in naher Zukunft von regelmäßigen Verbindungen abgelöst werden. Das touristische Interesse an Ungarn ist sehr hoch, Ungarn und Südkorea verbinden zudem starke Fäden auf dem Gebiet der Wirtschaft, vor Ort sind zahlreiche namhafte koreanische Investoren wie Samsung oder Hankook aktiv.“ Dank dieser sei auch der Frachtflugverkehr zwischen den beiden Ländern intensiv.

Asiana Airlines ist Südkoreas zweitgrößte Fluggesellschaft, 2014 beförderte sie 17,3 Millionen Passagiere, ihr aktuelles Destinationsnetz umfasst 98 Flughäfen in 26 Ländern. Die Asiana-Flotte besteht aus 72 Passagiermaschinen, darunter die aktuell größte der Welt, der Airbus A380; daneben gibt es 11 Frachtflugmaschinen, vor allem verschiedene Versionen der Boeing 747. Seit 2003 ist die koreanische Linie Mitglied des internationalen Fluggesellschaftsverbunds „Star Alliance“, der u.a. auch die deutsche Lufthansa angehört.

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