Auf Initiative Ungarns unterstützt auch die NATO den Kampf gegen die Migration, sagte Ministerpräsident Viktor Orbán nach dem zweitägigen NATO-Gipfel in Warschau. Ungarn wollte erreichen, dass sich die NATO in die europäischen Anstrengungen zum Stopp der illegalen Einwanderung einschaltet. „Wir haben die NATO auf unsere Seite gezogen“, die EU-Außengrenzen müssen geschützt werden, die unkontrollierte Einwanderung birgt nicht nur zivile, sondern auch militärische Sicherheitsrisiken in sich, so Orbán.

Die NATO werde sich in erster Linie auf den Schutz der Seegrenzen konzentrieren. Orbán erklärte, nachdem die ostmitteleuropäischen Länder in die NATO eingetreten sind, wurde jahrelang darüber debattiert, ob sie lediglich Mitglieder sind, oder in ihnen auch NATO-Kräfte stationiert werden. Niemand wollte Mitteleuropa militärisch absichern, um Russland nicht zu brüskieren. Die früheren Vereinbarungen zwischen der NATO und Russland verlieren nach den jetzigen Beschlüssen nicht an Gültigkeit, dennoch wird es in einigen mitteleuropäischen Ländern nun eine stärke Militärpräsenz der NATO geben.

In Ungarn wird etwa eine militärische Kommandozentrale errichtet, informierte Orbán. Der Standort dafür wurde bereits bestimmt, damit „im Bedarfsfall, wenn militärische Kräfte zu unserem Schutz in Ungarn stationiert werden müssen, die Kommandostruktur bereits ausgebaut ist“. Orbán erklärte, der NATO-Gipfel in Warschau war vom Aspekt der Sicherheit Ungarns her außerordentlich wichtig. Verteidigungsminister István Simicskó erklärte, Ungarn beteiligt sich an der Ausbildung der Kurden im Irak, und leistet Unterstützung in Jordanien. Mehr als 100 Soldaten beteiligen sich an der militärischen Mission in Afghanistan, daneben leistet Ungarn finanzielle Hilfe in dem Land.

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