Am 9. Oktober wird die Papp László Sportaréna wahrscheinlich aus allen Nähten platzen. Denn wenn Bryan Adams nach Budapest kommt, möchte das doch keiner wirklich verpassen. Böse Stimmen behaupten: Der Typ macht seit über 30 Jahren die gleiche Musik. Na und? Auf seiner derzeitigen „Get Up“-Tour macht er fast ausschließlich Halt in großen Arenen und Hallen. Und die sind ausverkauft. Wenn das mal kein Beweis ist, dass der mittlerweile 56-Jährige noch ganz genau weiß, wie es im Showgeschäft läuft.

Softrock vom Feinsten

Bryan Guy Adams wurde am 5. November 1959 als Sohn britischer Eltern in Kingston, Kanada geboren. Mit seinen Eltern zog er mehrfach in Europa und dem Nahen Osten (Österreich, England, Portugal und Israel) um. Mit zehn bekam er seine erste Gitarre, die erste E-Gitarre folgte mit zwölf. Mit 14 zog er nach Vancouver, wo er seine ersten Auftritte als Gitarrist hatte. Und dann nahm alles seinen Lauf. Spätestens nach seinem großen Hit „Summer of '69“ im Jahre 1984 kann wirklich jeder Bryan Adams zumindest mitsummen. Doch mehr freut sich der Sänger, wenn so viele wie möglich im Publikum mitsingen. „Ich liebe es, wenn ihr so mitmacht“, sagte der Sänger auf einem seiner vergangenen Konzerte in München. Er weiß eben, was die Masse will: Softrock vom Feinsten. Weltweit zählt er zu den besten Livekünstlern und widmet sein Können auch gemeinnützigen Projekten. „The Prince’s Trust“, „Live Aid“, „The Concert For Freedom For Nelson Mandela“, Greenpeace, Amnesty International und vieles, vieles mehr. Auch das brachte ihm unzählige Awards, darunter einen Grammy, einen American Music Award, weitere Industrie- und Songwriting-Awards und unter anderem Academy-Award-Nominierungen für seine Musik und Texte in Filmsoundtracks ein.

Nicht nur Sänger, sondern auch Fotograf

Doch Bryan Adams kann nicht nur musizieren. Er ist auch ein talentierter Fotograf. Ernsthaft zu fotografieren begann Adams Ende der Neunziger, nach einer vier Jahre dauernden Welttournee. Dass er Gorbatschow, Hillary Clinton und die Queen porträtieren durfte, zeigt, dass er auch in dieser Kunstform Profi ist. In einer erschütternden Serie präsentierte Adams 2013 erstmals Fotos junger, verstümmelter und vernarbter britischer Soldaten, die für ihr Leben gezeichnet aus dem Afghanistaneinsatz in ihre Heimat zurückkehrten.

Schockierend soll das Konzert in Budapest am 9. Oktober aber nicht werden. Dort wird er sich auf die Musik konzentrieren. Als sich Bryan Adams einmal, so erzählt es eine Anekdote, zu seinem eigenen Auftritt verspätet hatte, fuhr er kurzerhand mit der U-Bahn zur Halle, einmal quer durch New York, im überfüllten Waggon, inmitten all seiner Fans, die ebenfalls zu dem Konzert unterwegs waren. Keiner habe ihn erkannt. Ob Bryan Adams auch mit der Metro zur Papp László Sportaréna kommt? Wahrscheinlich nicht. Doch wenn, würden die Budapester ihn natürlich erkennen. Wie dem auch sei, am 9. Oktober geht es in der Papp László Sportaréna rockig zu. Tickets gibt es noch ab 9.900 Forint an allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.livenation.hu.

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