Von Jahr zu Jahr wächst die Zahl derer, die auch im Urlaub nicht auf ihr smartes Gerät verzichten können beziehungsweise wollen. Folglich bot sich für die Telenor Magyarország Zrt. an, sich mit einem solch aktuellen Thema zu beschäftigen. Bei der jüngsten Auflage der Akademie-Reihe der ungarischen Telenor-Tochter im Budaer Burgarten-Basar beleuchtete diese von mehreren Seiten, wie smarte Geräte den Sommer auf Hochtouren bringen oder zumindest bequemer machen können. Auf die am Rande des Events gestellte Frage der Budapester Zeitung, was ein Mobilfunkanbieter wie Telenor mit diesem Thema zu tun habe, antwortete Unternehmenssprecher Gábor Egyedi: „Wir sorgen für ein gutes Netz bei smarten Geräten, die genutzt werden, um den Sommer zu genießen, zum Beispiel smarte Fahrräder wie E-Bikes oder mit GPS versehe Räder. Ferner können Telenor-Kunden über unsere myTV-App kostenlos die großen Sportevents des Sommers wie etwa die Fußball-EM oder die Olympiade verfolgen.“

Intelligente Fahrräder

Tatsächlich gab es neben den ständig vertretenen Ständen von LG, Samsung, Sony, Firefox und Co. auch intelligente Fahrräder zu sehen. Einige davon – die E-Bike-Varianten – waren mit Motoren aus dem Hause Bosch versehen, um das Treten bei höheren Temperaturen so angenehm wie möglich zu gestalten. Zudem können immer mehr Räder mit dem Smartphone verbunden werden, das nicht nur die zurückgelegte Strecke messen, sondern als Navigationsgerät auch bei der Planung dieser helfen kann.

Ein interessanter Aussteller war auch „CossackSound“, der aus alten Reisekoffern individuelle Bluetooth-Lautsprecher anfertigt. Laut Gründer András Kozák wolle man dem Trend „immer das Neueste kaufen und das Alte wegwerfen“ entgegenwirken und Ausrangiertes verwerten. Die Boxen sollen bald auf den Markt kommen und bei einem Stückpreis von 50.000 Forint starten.

Daneben erregte ein kleines Drohnen-Areal Aufsehen, in dem man seine Geschicklichkeit beim Steuern der immer beliebteren Fluggeräte demonstrieren konnte. Das für den Stand verantwortliche Team des „Dron Prix“ richtet auch den gleichnamigen nationalen Wettbewerb im Drohnenflug im September aus. Hauptsponsor des Dron Prix ist kein geringerer als Telenor Magyarország.

Smartphones statt Fotoausrüstung

Da sich jede Smartphone-Akademie sowohl als Fachmesse als auch -konferenz versteht, gab es auch jetzt Vorträge von Experten zum Thema smarte Geräte. So erklärte etwa Fußballkommentator Gábor Horti, wie er sich mithilfe solcher auf die nächste Übertragung vorbereitet beziehungsweise, dass er diese auch währenddessen einsetzt; Horti zufolge seien smarte Geräte mit mobilem Internet für das Sammeln von Live-Informationen – etwa wenn zwei Fußballspiele parallel oder zeitlich eng beieinander laufen – wegen der Handlichkeit ein großer Vorteil.

Weitere Referenten waren Attila Murlasits, Inhaber des Fahrradladens „Annyira más Bringabolt“, der über die Vorteile von smarten Rädern sprach, Péter Musitz, Co-Entwickler des mit dem Microsoft Imagine Cup ausgezeichneten Mistory Games (das aus einer Stadtbesichtigung eine spannende Rätseltour macht), das Team von Virgosystem, das mit seinem mobilen und digitalen Safe namens „Strand-Ei“ Diebstähle beim Baden verhindern will, und der Fotograf Tamás Rizsavi, der für seine zum Teil aus atemberaubender Höhe geschossenen Bilder von Budapest Bekanntheit erlangte. Er erläuterte, wie man auch als Amateurfotograf mit wenigen Handgriffen am smarten Gerät hochwertige Bilder erstellen kann, etwa per Nutzung der Makrofunktion, von Fotobearbeitungs-Applikationen oder Langzeitaufnahmen, die bei heutigen Smartphones sogar Blitze verewigen können. „Ich fotografiere seit 2008, und bis vor ein paar Jahren habe ich es für unvorstellbar gehalten, Aufnahmen mit dem Mobiltelefon zu machen“, so Rizsavi. Heute schätze er jedoch die Vorteile der intelligenten Mobiltelefone, die man im Gegensatz zu mitunter zehn Kilogramm schweren Fotoausrüstungen immer bei sich habe.

Akzelerator-Programm für Start-ups

Auf der 12. Smartphone-Akademie von Telenor Magyarország gab es neben den Ständen der Hersteller und den Fachvorträgen auch eine für die ungarische Start-up-Szene wichtige Bekanntmachung: Zoltán Takács, der für Innovation verantwortliche Telenor-Vize-Vorstand, verkündete den Start von „Telenor Accelerate“ – dem ersten Unternehmens-Akzelerator-Programm Ungarns. Die an diesem teilnehmenden Start-ups kommen so in Kontakt zu fachlich kompetenten Mentoren – so etwa ex-Finanzminister Péter Oszkó –, Managern, aber auch zu Geldquellen wie Investoren sowie dem internationalen Kunden- und Partnerkreis der Telenor-Gruppe. „In diesem Programm verbinden wir die internationalen Akzelerator-Erfahrungen von Telenor mit dem besten Fachwissen aus Ungarns Digital-Industrie. Eine solche Verquickung von nationalen wie internationalen Möglichkeiten und Knowhow ist in Ungarn einzigartig, ich bin überzeugt, dass das Programm für die gesamte ungarische Start-up-Szene von Nutzen sein wird“, erklärte Takács.

Telenor Accelerate läuft von September bis Dezember mit einem Förderbudget von 150 Mio. Forint. Es bietet im Tausch gegen eine Minderheitsbeteiligung den fünf aussichtsreichsten Jungunternehmen/Projekten neben den bereits erwähnten Kontakten auch Workshops und Trainings sowie Infrastruktur (Büroräume und Testgeräte in der Telenor-Zentrale in Törökbálint). Voraussetzung ist das Vorhandensein eines Prototyps in einem der folgenden Bereiche: Finanztechnologie, mobiles Gesundheitswesen, Pädagogik, Unterhaltung, mobiler Fachhandel, Kommunikation, Spiele- oder andere Mobilanwendungen, Internet of Things (IoT), Cloud-Technologie und Hardwaregeräte.
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