Wirtschaftsminister Mihály Varga unterzeichnete die entsprechenden Dokumente am Montagnachmittag mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Erste Bank-Gruppe, Friedrich Rödler. Varga erinnerte daran, dass die ungarische Regierung noch im Februar 2015 eine Vereinbarung mit der EBRD abschloss, die eine engere Zusammenarbeit als bisher in vielen für die ungarische Volkswirtschaft relevanten Finanzfragen vorsah. Die Erste-Transaktion diene dazu, den Markt der Kreditausreichungen zu beleben, um auf diese Weise den günstigen Konjunkturschwung zu erhalten. Die Beteiligung der EBRD stärke das Vertrauensverhältnis zwischen einem der größten Geldinstitute in Ungarn und der Regierung, fügte Varga hinzu. Der Abschluss bringe zugleich das internationale Vertrauen für die Wirtschaftspolitik der Orbán- Regierung zum Ausdruck. Der Wirtschaftsminister erinnerte daran, dass sich Ungarn im Zuge der Absichtserklärung aus dem Vorjahr verpflichtete, die Lasten für den Bankensektor zu reduzieren. Die Regierung hoffe im Gegenzug auf verstärkte Aktivitäten der Banken, um das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

Die Regierung wird je ein Mitglied in Aufsichtsrat und Vorstand entsenden, die Managementrechte bleiben bei der Ersten Bank. Das Engagement des ungarischen Staates sei auf lange Sicht ausgelegt, teilte Varga mit.

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