Ein strahlender Sonnenschein und angenehm frühsommerliches Wetter empfingen die Mitglieder der ungarischen Auswahl am Budapester Flughafen, die am Dienstagvormittag zur Teilnahme an der Europameisterschaft nach Nizza flog. Kurz vor Mittag hob das Team mit einem Airbus des Typs A320 der Fluggesellschaft flyNiki ab, um knapp zwei Stunden Flugzeit später an ihrem Aufenthaltsort in Cannes anzukommen, informierte der Budapester Flughafen.

Vor dem Abflug sprach zuerst Gergely Lovrencsics im Namen der Spieler zur anwesenden Presse und sagte, dass die Vorbereitung seiner Meinung nach gut gelang, man habe die Zeit im Trainingslager – die Mannschaft hatte sich ins österreichische Leongang zurückgezogen – sehr sinnvoll genutzt. Das Team sei selbstsicher und bereit für sein erstes Spiel gegen Österreich. Der deutsche Trainer der Mannschaft, Bernd Storck, fügte hinzu, dass man natürlich noch zahlreiche Trainings in Frankreich absolvieren werde. Man habe seine Lehren aus dem Spiel gegen Deutschland gezogen (Ungarn hatte am Samstag in Gelsenkirchen 2:0 verloren; Anm.), so Storck, doch natürlich sei es immer eine große Herausforderung gegen einen Weltmeister aufzulaufen. Der Trainer erklärte, dass er nicht nur jetzt, sondern seit dem ersten Tag in Ungarn die Verantwortung spüre, die er auf den Schultern trage. Diese empfinde er aber nicht als Last, sondern als Ehre.

Wenige Augenblicke vor der Abreise versammelten sich die Mitglieder der ungarischen Nationalmannschaft auf dem Beton des Flughafens ein letztes Mal für ein gemeinsames Foto. Mehr noch: von der Einstiegstreppe zum Flugzeug grüßten sie das auf der Terrasse des Terminal 1 spontan versammelte, aus Mitarbeitern des Flughafenbetreibers bestehende „Fanlager“, das in den Nationalfarben gekleidet und mit Ungarn-Flaggen ausgestattet Ungarns Fußballer verabschiedete. Anschließend hob der Airbus in Richtung Südfrankreich ab.

Am 14. Juni trifft Storcks Team zum EM-Auftakt in Bordeaux auf die österreichische Nationalmannschaft, in der mit György Garics von SV Darmstadt 98 ebenfalls ein gebürtiger Ungar vertreten ist. Danach spielt Ungarn am 18. Juni in Marseille gegen Island, das noch 2011 mit 4:0 besiegt werden konnte. Am 22. Juni geht es gegen die Portugiesen in das letzte Gruppenspiel.

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Ungarns Nationalmannschaft mit ihrem deutschen Trainer Bernd Storck (vorne rechts) kurz vor dem Abflug nach Frankreich.

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