Die vier Ministerpräsidenten Robert Fico (Slowakei), Beata Szydlo (Polen), Bohuslav Sobotka (Tschechien) und Viktor Orbán (Ungarn) (Foto v. l.) waren sich einig, die V4 wollen bei der Lösung der Probleme eine Rolle spielen. In der EU herrschen zwei Vorstellungen: Die eine geht dahin, dass die Welt vor einer riesigen Völkerwanderung steht, die unvermeidbar ist, wobei man meint, Europa könne die unkontrollierte Völkerwanderung noch stoppen.

„Die Visegrád-Länder haben das schwierigste Jahr hinter sich. Es war ein kompliziertes Jahr, dennoch konnten sie die Probleme erfolgreich bewältigen“, sagte Orbán weiter. Er dankte den anderen drei Regierungschefs für den Ungarn im vergangenen Jahr geleisteten Beistand bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise. Die V4 stellten sich bei den politischen Debatten mit der EU hinter die ungarische Regierung. Orbán zufolge schreiben die V4 eine Erfolgsstory, sie sind gegenwärtig der wirtschaftliche Wachstumsmotor in der EU, ohne sie würde es nur Stagnation geben.

Im vergangenen Jahr wurden die V4 in der EU hinsichtlich ihrer Vorstellungen zur Lösung der Flüchtlingskrise schief angesehen, heute hat die EU-Kommission mehrere Vorschläge gebilligt, sagte der tschechische Staatssekretär Tomás Prouza. Dazu gehören die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Grenzschutzes sowie die Abschiebung von Wirtschaftsflüchtlingen. Die V4 sind zum ersten Mal seit ihrer Gründung 1991 „überzeugend und entschieden“ aufgetreten, was viele in der EU überraschte. Auf dem Forum übergab Tschechien den Ratsvorsitz der V4 an Polen.

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