Der Staat habe die Aufgabe, den Rahmen für den Erhalt der Nation zu bilden, indem die doppelte Staatsbürgerschaft gewährt und ungarische Gemeinschaften außerhalb des Mutterlands gefördert werden. „Der 4. Juni bleibt ein Trauertag in der Geschichte, weil es bis heute nicht gelungen ist, die Tragödie von Trianon zu verarbeiten bzw. ihre Folgen auszumerzen“, sagte Parlamentspräsident László Kövér. Es gibt jedoch Situationen, in denen schon das Überleben an sich als Erfolg angesehen werden kann. Kövér sieht heute einen stärkeren Zusammenhalt der ungarischen Nation, als noch vor 8-10 Jahren. Dass am ungarischen Parlament an Stelle der EU-Flagge die Flagge der Siebenbürger Székler gehisst wurde, habe mit der empörenden Haltung zu tun, welche die EU- Institutionen gegenüber 40 Mio. Angehörigen von Minderheiten in Europa an den Tag legen.

Im Vertrag von Trianon wurde am 4. Juni 1920 die Auflösung der Österreichisch-Ungarischen Monarchie auch formell beschlossen. Ungarn verlor zwei Drittel seines Territoriums, mehr als drei Millionen Magyaren gelangten außerhalb der Grenzen des Mutterlandes. Seit 2010 wird der 4. Juni als Tag der nationalen Zusammengehörigkeit begangen.

Auf dem unteren Foto ist eine Protestaktion des rechtsextremen Vereinigung HVIM vor der rumänischen Botschaft zu sehen.

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