In dieser Frage haben Ungarn und Ägypten viel zu sagen, weshalb die Zusammenarbeit beider Länder wichtig sei. Hinsichtlich der Wichtigkeit des Kampfes gegen den Terrorismus sowie einer Stabilisierung Libyens waren sich beide einig. Ungarn unterstützt den Standpunkt Ägyptens, zu verhindern, dass Waffen, Terroristen sowie Geld für deren Finanzierung nach Libyen gelangen. Zur Vertiefung der ungarisch- ägyptischen Wirtschaftsbeziehungen vereinbarten die Partner eine Verdopplung des Handelsverkehrs und verstärkte Kooperationen der Unternehmen. Agrarwirtschaft, Wasserwesen und Fahrzeugbau sind die primären Branchen, in denen eine Zusammenarbeit vorstellbar ist. Orbán bot Ägypten zudem die Mitarbeit von ungarischen Nuklearexperten beim Aufbau des ersten ägyptischen AKW an. Im Beisein von Orbán und Abd al-Fattah as-Sisi wurden mehrere Vereinbarungen durch die Verteidigungsminister und Entwicklungsminister unterzeichnet. Außerdem unterzeichnete die ungarische Eximbank ein Dokument, das ein Angebot zur Finanzierung von 700 Eisenbahnwaggons für die ägyptischen Staatsbahnen beinhaltet. Rába will mit einem ägyptischen Partner ein Joint Venture gründen. Weitere Kooperationsvereinbarungen gab es im Medienbereich. Insgesamt wurden neun ungarisch-ägyptische Geschäftsvereinbarungen im Wert von 126 Mrd. Forint (400 Mio. Euro) abgeschlossen, informierte Außenminister Péter Szijjártó. Mit der von Orbán geführten ungarischen Delegation, die sich bis zum Donnerstag in Kairo aufhält, reisten 75 Geschäftsleute von 61 Unternehmen nach Ägypten.

Konversation

WEITERE AKTUELLE BEITRÄGE
Interview mit EMMI-Minister Prof. Dr. Miklós Kásler

„Für jede gesunde Nation ist die eigene Identität wichtig“

Geschrieben von Jan Mainka

Kurz nach den Wahlen im letzten April ging die Leitung des Ministeriums für menschliche Ressourcen…

Budapest Airport Zrt.

„Ein Flughafen ohne Baustellen ist ein toter Flughafen“

Geschrieben von Stefanie Ens

Wie wir letzten Mittwoch bereits in BZ heute berichteten, steht dem Budapester Franz-Liszt-Flughafen…

Im Gespräch mit György Szabó, dem Leiter des Kulturzentrums Trafó

Raum für Innovation schaffen

Geschrieben von Sarah Günther

Seit 1998 hat sich das Trafó - House of the Contemporary Arts - im 9. Budapester Stadtbezirk als…