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Oberhaupt der katholischen Kirche gegen Kreuz PDF Drucken E-Mail
Von Gergely Kispál   
Samstag, 12. Dezember 2009
Am vergangenen Donnerstag wandte sich Péter Erdő, Vorsitzender der Ungarischen Bischofskonferenz und als Erzbischof von Esztergom Oberhaupt der katholischen Kirche Ungarns, gegen die Segnung der vielerorts aufgestellten Doppelkreuze durch katholische Geistliche.


ImageSeit inzwischen sieben Jahren stellen rechtsradikale Organisationen, in jüngster Zeit die Partei Jobbik, zu Beginn der Adventszeit in zahlreichen Städten und Gemeinden mehrere Meter hohe Doppelkreuze auf. Offiziell möchte man die Adventszeit einläuten, in Wirklichkeit handelt es sich natürlich um handfeste politische Propaganda. Umso problematischer ist es, dass es sich seit Jahr und Tag Geistliche aller christlichen Konfessionen nicht nehmen lassen, die Kreuze zu segnen.

Segnungen nicht allein durch katholische Priester

In diesem Jahr hat nun zum ersten Mal das Oberhaupt der katholischen Kirche Ungarns öffentlich Stellung gegen diese Praxis bezogen. Kardinal Péter Erdő, der nach eigenem Bekunden von einer „gewissen politischen Gruppe“ – Medienberichten zufolge handelt es sich um die Jugendorganisation des MDF – von den Segnungen durch katholische Priester erfahren hatte, sprach sich bei einer Pressekonferenz scharf gegen den „Gebrauch des Kreuzes als politisches Mittel“ aus. „Die Adventszeit muss in würdiger Weise ablaufen, dazu hat die Kirche eigene liturgische Vorschriften und Traditionen“, so der Kardinal, der betonte, dass die Bischofskonferenz im Vorfeld nicht von den Segnungen der Kreuze durch katholische Geistliche gewusst habe.

Andere Konfessionen scheinen die Sache weniger streng zu nehmen. Bei der Aufstellung des Kreuzes am Móricz Zsigmond körtér im XI. Stadtbezirk Budapests predigte neben dem örtlichen katholischen Gemeindepfarrer Ákos Előd Brückner beispielsweise der reformierte Bischof Tamás Csuka.



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