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Erfolgreiche ungarische Unternehmen: GIA Form Kft. PDF Drucken E-Mail
Samstag, 12. Dezember 2009
In der vergangenen Woche stellte die Budapester Zeitung das Érder Unternehmen GIA Form Kft. vor. Die Firma ist auf die Herstellung von spritzgegossenen und CNC-gefrästen Plastikteilen spezialisiert.

Nachdem Inhaber Attila Gaszt sein Unternehmen innerhalb von wenigen Jahren zu einem sehr erfolgreichen Zulieferer namhafter Autobauer ausgebaut hatte, schlug im Herbst 2008 die Wirtschaftskrise zu. GIA Form musste einen Bestellungsrückgang von rund 20 Prozent hinnehmen, die Maschinen standen unausgelastet in den Werkshallen. Attila Gaszt musste handeln.

Nach einer umfassenden Marktforschung gründete Gaszt das Unternehmen Creaform. In Zusammenarbeit mit den Budapester Designern von Co & Co entstanden die ersten Produkte der neuen Firma: kleine Dessertbecher für Buffet-Dinner und Konditoreien mit passendem Löffel, später kamen noch Kaffeetassen hinzu. Den Produkten gemein ist neben dem elegant geschwungenen, zeitgemäßen Äußeren das Material. Das solide Plastik hat nicht nur optisch und vom Gefühl her keinerlei Ähnlichkeit mit dem üblichen Einweggeschirr, sondern schont auch noch die Umwelt, kann es doch bis zu einhundert Mal wiederverwendet werden. Auf diese Weise bietet es Caterern eine optimale Lösung zwischen dem edlen, aber komplizierten Glas und dem einfachen, aber billigen Wegwerfgeschirr.

Für das kommende Jahr ist bei Creaform eine Serie von Trinkgläsern in Planung, vom Schnapsglas bis hin zur Biertulpe. „Auf dem Markt sind derzeit zwei Unternehmen führend, eines aus den USA und eines aus Österreich“, erläutert Attila Gaszt und zeigt einige Produkte der österreichischen Konkurrenz neben den Prototypen von Creaform. Der Unterschied fällt sofort auf: Während die Österreicher auf traditionelle, wohl bekannte Gläserformen setzen, versucht Gaszt, dem Plastik einen Mehrwert zu geben. So sind – wiederum in Zusammenarbeit mit Co & Co – außergewöhnliche, extravagante Formen entstanden. Dennoch bleibt die Frage, warum man seinen Sekt statt aus Glas aus Plastik trinken soll. „Bei Kultur- und Sportveranstaltungen sowie an Poolbars ist Glas inzwischen verboten“, erklärt Attila Gaszt, „viele Luxushotels haben ihre Poolbars sogar geschlossen, weil sie ihre Gäste nicht mit Einweggeschirr bedienen wollten.“ In diese Marktlücke will Creaform vorstoßen, und bietet seinen Kunden eine ganze Reihe von Extras.

„Man kann sich die Farbe des Geschirrs aussuchen und es nach Wunsch zum Beispiel mit dem Firmenlogo bedrucken lassen“, sagt Attila Gaszt. Das Besondere am Angebot von Creaform: Der Kunde erhält vom Design über die Fertigung bis hin zur Lieferung alles aus einer Hand. Denn Attila Gaszt hatte das Projekt ja als Ausgleich für die ausbleibenden Bestellungen aus der Autoindustrie gestartet. Und tatsächlich entstehen auf den selben Maschinen nun filigrane Dessertbecher und formschöne Kaffeetassen.

Unterdessen regt sich auch die Autoindustrie wieder. „Die Fahrzeugbauer füllen ihre Lager wieder auf“, freut sich Attila Gaszt, „wir haben schon jetzt Bestellungen, die das Volumen der Zeit vor der Krise übersteigen.“ Und mit Creaform hat Gaszt auch noch viel vor, nicht nur im Gastro- sondern auch im Büroartikelbereich und auf weiteren Gebieten. Parallel dazu läuft die Suche nach Vertriebspartnern in ganz Europa. Der nächste Ausbau von GIA Form ist also wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit.



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