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Von AM
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Sonntag, 1. November 2009 |
Am vergangenen Donnerstag gab der Vorsitzende des Radio- und Fernsehrates (ORTT), László Majtényi, seinen Rücktritt bekannt. Als Grund gab er die Vorkommnisse um die Vergabe von zwei landesweiten Sendefrequenzen an.
In Ungarn gibt es nur zwei Frequenzen, die landesweit empfangen werden können. Die eine Frequenz, die von 67 Prozent der Bevölkerung empfangen werden kann, hatte bisher der traditionsreiche Sender Danubius Rádió inne, auf der anderen, die 81 Prozent der Bevölkerung erreichte, konnte man bislang Sláger Rádió hören. Nach der Neuausschreibung hatte der ORTT, mit den Stimmen der Delegierten der parlamentarischen Parteien den beiden Sendern die Frequenzen aberkannt und sie der Advenio Zrt. und dem Konsortium FM1 zugesprochen. Das Pikante an dem Vorgang: die Advenio Zrt steht bekanntlich dem Fidesz nahe, FM1 hingegen der MSZP. Somit liegt der Verdacht nahe, dass sich die betreffenden Parteivertreter im ORTT die Frequenzen gegenseitig zugeschanzt haben. László Majtényi nannte die Entscheidung des Kommitees „fachlich unberechtigt, eigennützig und das Vorgehen der Ausschreibung verletzend“. Auch der Ungarische Journalistenverband (MÚOSZ) äußerte sich zu dem Vorgang; er stellte „eine Verletzung der Normen der Demokratie und eine Mißachtung der öffentlichen Interessen an Informationen“ fest.
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