„Es war noch zur Zeit von Columbus, als spanische Langhornrinder auf Schiffen durch den Atlantik in die Neue Welt transportiert wurden. Die südamerikanischen Herden wurden im Laufe der Zeit mit den englischen Hereford- und den schottischen Aberdeen Angus-Arten gekreuzt, welche vor allem für ihre Widerstandsfähigkeit und Fleischqualität bekannt sind. Der Großteil dieser Rinder wird in der argentinischen Provinz La Pampa gezüchtet. Auf den großen, offenen Weidegebieten werden die Tiere das ganze Jahr über im Freien gehalten. Dies garantiert den außergewöhnlichen Geschmack und die einzigartige Zartheit der von uns servierten Steaks.“
Wow! Soviel erfährt man selten in Restaurants über die Herkunft dessen, was auf der Speisekarte zu finden ist. Doch im argentinischen Steakhaus Pampas im V. Bezirk Budapests ist man stolz auf die besondere Qualität des verwendeten Fleisches – und das möchte man den Gast auch gerne wissen lassen. Nähert man sich dem Pampas von der Straße aus, könnte man das kleine Restaurant zwischen Kálvin tér und Fővám tér leicht übersehen, unscheinbar versteckt es sich in einem schönen Altbau. Betritt man das Restaurant, so ist man sofort positiv überrascht von den sehr stil- und geschmackvoll eingerichteten Räumlichkeiten: Die in einem dunklen Weinrot gestrichenen Wände passen wunderbar zu den dunklen Lederstühlen und Holztischen. An der Wand lassen sich weitere Reminiszenzen an die Herkunft des Fleisches entdecken: unter anderem ein Rinderfell, ein Cowboysattel, Cowboystiefel und eine große Landkarte Argentiniens. Alles in allem ist die simple Bezeichnung „Steakhaus“ eher eine Untertreibung, so elegant und geschmackvoll präsentiert sich das Pampas.
Blutig, rosa oder gut durch
Als Gast hofft man nun also, dass die Qualität der Speisen auch dem guten Eindruck des Ambiente gerecht werden kann. Zunächst einmal fällt es jedoch schwer, sich überhaupt für etwas zu entscheiden, die Auswahl – besonders an Steaks – ist nämlich sehr groß: Sieben verschiedene Steaks vom Angus-Rind gibt es alleine, beispielsweise das T-Bone-Steak (550g) für 8.740 Forint, ferner stehen noch acht so genannte Spezialitäten vom Angus-Rind zur Auswahl, darunter auch ein herzhafter Burger nach amerikanischer Art, der Angus Burger mit Pommes Frites für 2.080 Forint. Besonders zu empfehlen ist das vorzügliche Lomo Bariloche, zwei Kalbsmedaillons mit Waldpilzen in Sahnesoße und knusprigen Kroketten (4.080 Forint). Bei allen Fleischgerichten kann der Gast aus fünf Zubereitungsarten wählen (rare, medium rare, medium, medium well und well done). Außerdem werden die Angus-Steaks in verschieden großen Portionen von 200 bis 480 Gramm angeboten (200 Gramm ab 2.750 Forint, 320 Gramm ab 4.400 Forint und 480 Gramm ab 6.620 Forint). Wer nicht unbedingt auf den Preis achten muss, der kann laut Angaben des Restaurants sogar das qualitativ „beste Steak der Welt“ bekommen, das so genannte Kobe-Steak für 14.900 Forint.
Nicht nur für Rinderfreunde
Aber auch wenn man kein Fleisch mag, ist das kein Grund, nicht im Pampas vorbeizuschauen, denn mit dem Lachssteak „Aneldo“ (auf Rost gebratenes Lachsfilet mit Dillsoße, Petersilie und Butterkartoffeln, 2.920 Forint) kommt auch der Fisch-Freund voll auf seine Kosten. Zu jedem Gericht gibt es eine Vielzahl von Beilagen, so beispielsweise Pommes Frites, Steak-Kartoffeln oder Kroketten (jeweils 400 Forint).
Davor und danach
Vor dem Hauptgang empfiehlt es sich, eine der warmen oder kalten Vorspeisen zu probieren: Besonders gefallen hierbei auf Tuffstein gebackener, geräucherter Käse mit frischem Mischsalat (Lávakősajt, 1.980 Forint) und der so genannte Frühlingssalat (1.040 Forint), der zur jedem Hauptgang eine perfekte Ergänzung darstellt – und das zu jeder Jahreszeit. Da es sich aber schließlich um ein argentinisches Restaurant handelt, dürfen auch die berühmten Empanadas (1.150 Forint) nicht fehlen.
Beeindruckendes Weinangebot
Wen es nach dem Essen noch nach einem Dessert verlangt, dem sei frischer Apfelkuchen oder ein Brownie mit Vanilleeis (jeweils 680 Forint) empfohlen. Das Getränkeangebot beeindruckt mit einer riesigen Auswahl an Weinen: In der 28 Seiten starken Wein- und Champagnerkarte sollte wirklich für jeden Geschmack etwas dabei sein .
Auch wenn ein Abend im Pampas unter Umständen nicht immer ganz billig wird, so kann man sich jedoch sicher sein, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis mehr als in Ordnung ist, denn die Qualität der Speisen ist exzellent.
Restaurant Pampas
V. Vámház krt. 6 Tel.: 411 17 50 www.steak.hu Geöffnet: täglich von 12 bis 0.30 Uhr
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