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Ungarn schmilzt dahin Ungarn ächzt unter einer Hitzewelle: Tag für Tag wurden vergangene Woche neue Rekordtemperaturen gemessen. In Kiskunhalas (Südostungarn) erreichten die Temperaturen am vergangenen Freitag 41,9 Grad Celsius – laut dem Landesmeteorologischen Institut (OMSZ) wurde damit der historische Hitzerekord gebrochen.
Der Hitzealarm dritter Stufe war bereits seit vergangenem Montag in Kraft. Tag für Tag kletterten die Temperaturen in immer unerträglichere Höhen. Um die 40 Grad Celsius wurden bis Freitag in den meisten Städten gemessen und der absolute Hitzerekord von 41,7 Grad Celsius, der im Jahr 2000 in Békéscsaba (Südostungarn) gemessen worden war, wurde am Freitag in Kiskunhalas übertroffen. Das Landesmeteorologische Institut warnte, dass es zumindest bis Dienstag genauso heiß bleiben wird. Auch danach wird es wahrscheinlich nur einige Grad kühler. Das OMSZ bat deshalb die Bevölkerung, wegen der schädlichen UV-Strahlung auch weiterhin nicht zwischen 11 Uhr und 15 Uhr auf die Straße zu gehen. Wirtschaftsminister János Kóka rief dazu auf, sparsam mit Strom umzugehen. Auch die Stadt- und Bezirksverwaltungen reagierten auf die Hitze: In Budapest wurden während der gesamten Woche Zehntausende Flaschen und Plastiktüten mit Trinkwasser verteilt. Außerdem kühlten Fahrzeuge die Straßen und Bürgersteige mit Wasser. Etwa 2.000 Trinkbrunnen in den Parks wurden geöffnet und auch die BKV verteilte Wasser an ihre Passagiere. Besonders notwendig war das in den neuen Combino-Straßenbahnen, die keine Klimaanlagen besitzen (siehe Seite 11).
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