Home arrow Kultur arrow Kulturtag für Gleichstellung auf dem A38
Gesellschaft
Budapest
Serien
Suche
Forum
ePaper
Galerie

Cheap hotels?







Advertisement

Advertisement
Newsletter
Budapester Newsletter


Empfange HTML?

Kulturtag für Gleichstellung auf dem A38 PDF Drucken E-Mail
Von Ágnes Lukács   
Sonntag, 1. Juli 2007

Kunst ist die Sprache der Engel

 

"In der Sprache der Engel" - so nennen die Organisatoren den Kulturtag auf dem Kulturschiff A38, der vornehmlich Künstlern mit Roma-Abstammung gewidmet ist. Anlass für die Veranstaltung an diesem Freitag ist die Veröffentlichung eines Bildbandes mit den Werken des zeitgenössischer Malers István Szentandrássy.

 

Die Sprache der Engel ist ein Ausdruck für Liebe, genau wie alle Kunstarten“, mit diesen Worten erklärten die Organisatoren das Motto des Kulturtages. Mittelpunkt der Veranstaltung ist die Präsentation des Bildbandes von Szentandrássy, einem der bedeutendsten zeitgenössischen Roma-Künstler. 1957 geboren und in einem staatlichen Kinderheim aufgewachsen, fand der Maler erst relativ spät zu seinen Roma-Wurzeln. In einem Ferienlager lernte er den Roma-Maler Tamás Péli kennen, den Szentandrássy inzwischen zusammen mit den Malern der Renaissance als seine Vorbilder betrachtet.

Auf den braun-rötlichen Ölkompositionen des mehrfach ausgezeichneten Künstlers erwachen uralte Balladen und mythische Persönlichkeiten der Roma-Tradition wieder zum Leben. Inspiriert wurde er von Gedichten Federico Garcia Lorcas und von Erscheinungen der Zigeunervölker in verschiedenen lyrischen und epischen Werken. Unter seinen Gemälden sind Bilder zu den Themen Don Quijote, die Reisen von Sindbad und der Zigeuner-Madonna zu finden, wobei Frauen vornehmlich sehr erotisch und erdverbunden dargestellt werden. Seine Bilder sind derzeit auch im ersten Roma-Zelt auf der 52. Biennale in Venedig ausgestellt.

Der Kulturtag soll aber nicht nur eine Ehrung des anerkannten Malers sein, sondern auch ein Forum für junge Künstler. Von 11 bis 17 Uhr können die Zuschauer bei einem Künstlerworkshop zusehen, wie die Werke von drei jungen Malern, Mónika Kalányos, Ferenc Kunhegyesi und Zoltán Oláh, entstehen. Die feierliche Eröffnung des Kulturtages erfolgt um 18 Uhr durch Edit Rauh, die Staatssekretärin für Gleichstellung. Der Bildband von Szentandrássy wird um 19 Uhr vorgestellt. Für die musikalische Unterhaltung sorgen die Bands Gipsy Juice, SzentY Band und Khamaro.

Obwohl die Organisatoren, die Kulturstiftung Törökfürdő-Alapítvány und die ministeriale Beauftragte für Gleichstellung, Edit Rauh, die Bedeutung der Roma-Kunst für diesen Tag betonte, besteht Szentandrássy darauf, dass es sich bei der Veranstaltung vornehmlich um Kultur handle. ,,Roma ist nicht nur nebensächlich, die Bezeichnung gibt diesem Tag inzwischen eine negative Konnotation“, ist der Maler überzeugt. Während ,,Roma“ in den vergangenen Jahrzehnten vor allem in der Kunst etwas Exotisches und Interessantes bedeutete, rufe es heutzutage, vor allem nach der Tragödie in Olaszliszka, nur negative Assoziationen hervor. In Olaszliszka wurde ein Lehrer vor den Augen seiner Töchter von Roma zu Tode geprügelt, weil er ein Mädchen angefahren hatte.

 

Kulturschiff A38

Budaer Brückenkopf der Petőfi-Brücke

Freitag, 6. Juli

Programme von 11 bis 24 Uhr




Artikel kommentieren

Powered by AkoComment Tweaked Special Edition v.1.4.6
AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze - www.mamboportal.com
All right reserved

 
< zurück   weiter >
Eurocenter
BZT media
BudapestNationalfeiertag mit spendiertem Feuerwerk und Pflaumenkloßtorte

Budapest newsIm Zeichen des Zusammenhalts. Ein bescheidenes und trotzdem sehenswertes Fest plant die Regierung dieses Jahr für den Nationalfeiertag am 20. August. Statt auf Prunk und Glanz setzt sie auf Zusammenhalt und will die Millionen, die sonst für die Feierlichkeiten ausgegeben werden, lieber zur Un­ter­stützung der Opfer der Hoch­was­serkatas­tro­phe im Mai ausgeben.
more

Politische AnalyseMéltányosság-Analyse

Budapest newsWarum die Regierung gegenüber dem IWF so widerborstig ist.Die Verhandlungen zwischen dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Regierung von Viktor Orbán über einen neuen Stand-by-Kredit für Ungarn mündeten am vorvergangenen Wochenende in einem offenen Konflikt. Grund dafür war der abrupte Abbruch der Budapester Verhandlungen durch die Delegierten des IWF und der Europäischen Kommission. Die westlichen Wirtschafts- und Finanzblätter kommentierten die Haltung der Regierung Orbán mit Befremden.
more

Im FokusHistoriker Krisztián Ungváry rechtskräftig zu einer Geldstrafe von zwei Millionen Forint verurteilt

Budapest newsFacebook neutralisiert Urteil des Obersten Gerichts. „Ich war einfach nur empört über das Urteil und beschloss spontan zu helfen“, erinnert sich Imre Váczi. Seit etwa zwei Wochen gibt es auf Facebook eine von ihm ins Leben gerufene Gruppe mit dem Namen „Lasst uns die Strafe von Krisztián Ungváry bezahlen!“. Bis zum vergangenen Freitag hatten sich hier bereits über 730 Leute registriert. Bisher wurden dem Historiker auf diesem Weg von 225 Personen etwa 710.000 Forint gespendet.
more

Top-Manager im GesprächIm Gespräch mit Markus Hilken, dem Budapester Support Director von SAP

Budapest newsIdeen zum Wohle aller. Das deutsche Softwareunter­neh­men SAP ist einer der aktivsten Groß­konzerne, wenn es um die Generierung und Umsetzung von Ideen seiner Mitarbeiter geht. Die Budapester Zeitung unterhielt sich mit dem Budapester Support Director Markus Hilken über die Möglichkeiten, Ideen zu entwickeln, sie auszuarbeiten und zu verwirklichen.
more

 
Über uns | ePaper | Impressum | Abonnement | Login | Statistics

© 2010 Budapester Zeitung
powered by