Archive | Literatur

Rebellion gesucht

Videoinstallation „Lockerer Optimismus“ im Mélycsarnok

Budapest, 1990, die russischen Sol­da­ten ziehen ab, die Grenzen werden geöffnet, ein Gefühl von Freiheit macht sich breit und paart sich mit entfesselter Kreativität. Die Budapester Un­der­groundkultur entfaltet sich. 16 Jahre später sucht Szilvia Seres die Künstler von damals mit einer Ka­me­ra auf. Das Ergebnis lässt sich zwischen dem 12. Januar und dem 12. Fe­bruar in der Projektgalerie der Kunst­halle, „Mélycsarnok“, am Heldenplatz betrachten Continue »

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Planet Display – Was die Welt zu bieten hat

Bildergalerie im Trafó

Erneut öffnet das Trafó seine Türen, diesmal jedoch, um seinen Besuchern einen Einblick in die bildende Kunst zu gewähren. Bisher war solch ein Programm im Trafó nicht vertreten. Nun hofft man,  dass das Duo KK+TF, welches seine Bilder auf eine orignelle Art vermarktet, ein breites Publikum anzieht. Continue »

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Von einem, der auszog, das Fürchten zu lehren

Rezension: Zone von Mathias Énard

Mathias Énards Roman Zone entführt den Leser in die jüngste Geschichte des Mittel­meer­raums. In einem einzigen, sich über fast 600 Seiten erstreckenden Satz stürzt er sich in den Balkankrieg, die Kriegsgräuel, die sich gewissermaßen vor unserer Haustür abgespielt haben. Continue »

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Bilder mit Geschichten

Bildband: Eine Reise auf einem Planeten namens Erde

Humorvolle Kurzgeschichten, nachdenkliche Tagebucheinträge und viele farbige, qualitativ hochwertige Fotos machen den Bildband von László Várnai aus und geben ihm ein einzigartiges Flair, das den Leser umschmeichelt und in die Welt(en) des Fotografen hineinzieht. Continue »

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Ein unsichtbares Katzenlächeln

Kinderbuch „Eines Abends im Winter“

Drei Katzen entdecken die Weihnachtszeit aus Sicht verschiedener Kulturen – ein schönes Thema für ein Kinderbuch, zweifelsohne. Doch leider erschöpft es sich darin auch schon. Denn die drei schwarzgefellten Prota­gonisten Franz, Schwarzie und Kalman erfahren während ihres kurzen Abenteuers leider gar nichts über die Lichterfestbräuche. Und so geht es auch dem Leser. Continue »

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Er und Sie und sonst nichts

Rezension: „Acht Minuten“

„Acht Minuten“ ist Péter Farkas’ erster Roman, der auf Deutsch veröffentlicht wurde. Sein Debüt-Roman wurde mit dem anerkannten Sán­dor-Márai-Preis ausgezeichnet. So­weit die Fakten. Ähnlich nüchtern ist auch der Roman. Doch ist er auch zart und rein und spricht von einer ebensolchen Liebe. Continue »

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Die Liebe in den Zeiten des Übergangs

Rezension zu Blendwerk III, Seelenrisse, von Hans-Henning Paetzke

Was erzählbar wird, ist überwunden. Das legt biographische Parallelen zwischen Autor und Protagonisten nahe – wenngleich nicht anzunehmen ist, dass Leo Kleinschmidt eigentlich Hans-Henning Paetzke heißen könnte. Nein – dieses Ich ist trotz biographischer Analo­gien eine erfundene Gestalt, und so wollen wir uns auch an sie annähern. Continue »

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Unendliche Leere und Trostlosigkeit auf 120 Seiten

Sehnsucht nach einem neuen Leben

In Esther Kinskys Erstlingsroman „Sommerfrische“ wird die ungarische Siedlung Üdül? zum Zufluchtsort vor der unerträglichen Hitze und der damit einsetzenden Trockenheit. Hier sollen sich die Träume von Liebe und Freiheit erfüllen, während Sehnsucht nach einem neuen Leben entsteht. Continue »

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Die Sicht auf Berlin, ausgehend von einer Bar

Sex, Drogen und ein Mord

In den sechs Erzählungen der Ungarin Noé­mi Kiss geht es um die Themen Sex, Drogen und nicht Rock n’ Roll, wie man annehmen würde, sondern um einen Mord. Das Sze­nario in „Was geschah, während wir schliefen“ spielt sich im Berliner Stadtteil Schö­neberg ab. Zur ungewöhnlichsten Zeit finden sich dort nachts in einer Bar Menschen zusammen. Eigentlich will jeder allein sein, doch gesellen sie sich letztlich doch zueinander und so „bringt die Summe das Eis zum Schmelzen.“ Continue »

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Wo die Menschen sich selbst auf der heimatlichen Scholle fremd fühlen

Die Auseinandersetzung mit einer vergessenen Region

Der 2011 erschienene Roman „Banatsko“ von Esther Kinsky ist eine Art Fortsetzung des Erstlingsromans „Sommerfrische“. Dabei setzt sich die Autorin mit der historischen Region Banat auseinander, die heute auf die Staaten Rumänien, Serbien und Ungarn aufgeteilt ist. Sie beschreibt nicht nur ihre Eindrücke, die sie während Reisen gesammelt hat, sondern auch ihre Beobachtungen in Battonya, einem kleinen Örtchen zwischen der ungarischen Stadt Szeged und der rumänischen Stadt Arad, wo sie sich ein Haus gekauft hat.   Continue »

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