Orbán erinnerte daran, dass die Pharmaindustrie in Ungarn direkt ca. 14.000 Personen beschäftigt und indirekt 34.000 Familien eine Existenz sichert. Die Regierung hat für die neuerliche Investition von Béres in Höhe von 3,2 Mrd. Forint im Rahmen des Förderprogramms für Großunternehmen Zuwendungen von 1,3 Mrd. Forint bereitgestellt. Im Rahmen der Investition entstanden 37 neue Jobs; damit beschäftigt das Unternehmen in Szolnok nun über 300 Mitarbeiter. In den vergangenen zwei Jahrzehnten investierte Béres in das Werk in Szolnok insgesamt über 10 Mrd. Forint.

Der unternehmerische Werdegang der Familie Béres ist eine Erfolgsgeschichte, meinte Orbán. Die Regierung tue alles dafür, damit möglichst viele ungarische Familienunternehmen einen ebensolchen Weg einschlagen können. Seit den Parlamentswahlen im Frühjahr wurden wieder 10 Werke im Gesamtwert von fast 65 Mrd. Forint übergeben. Orbán zufolge müsse erreicht werden, dass der Anteil der ungarischen Unternehmen an den Exporten um mindestens die Hälfte ansteigen müsse. Zum ungarischen Wirtschaftswachstum von 4-6% bedarf es zwar auch internationaler Multis, doch man dürfe sich nicht nur auf diese stützen, denn die Weltwirtschaftskrise habe gezeigt, wenn es „brenzlig“ wird, ziehen die internationalen Unternehmen ihre Gewinne nach Hause ab. Die ungarische Wirtschaft ist dann in Sicherheit, wenn das Gewicht der ungarischen Unternehmen über dem der ausländischen liegt.

Im Zuge der Investition wurde mit dem Kauf und Umbau einer ehemaligen, 2.500 m2 großen Lebensmittelfabrik ein den höchsten Erwartungen entsprechendes, modernes Qualitätsprüfungslabor geschaffen, erklärte József Béres, Vorstand der Gesellschaft. 80% der Umsatzerlöse stammen aus dem Inlandsvertrieb, 20% bereits aus Exporten.

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