Als schrecklich bezeichnete er es jedoch, dass ein Land seinen Energiebedarf zu 80% aus den Importen eines einzigen anderen Staates, und zwar aus Russland abdecke. Er wisse, dass die ungarische Regierung diese Ansicht teile und daran gearbeitet werde, dass künftig 40% von den USA zugesichert werden könnten. Cornstein munterte die anwesenden Unternehmens- und Wirtschaftsvertreter auf, mehr Geschäfte mit den USA abzuschließen, es gebe noch riesiges Potenzial. In Verbindung mit der CEU sagte Cornstein, dass es äußerst schlecht wäre, wenn diese Universität von Budapest nach Wien umziehen würde, doch die Lösung des Problems sei bereits in Sicht.

Dem ungarischen Botschafter in Washington, László Szabó, zufolge habe sich in der vergangenen Zeit viel verändert, die bilateralen Beziehungen entwickelten sich, die Handelsbeziehungen sind so gut wie nie. Die ungarischen Exporte legten um mehr als 6%, die Importe um 4% zu. In den Tagen der Akkreditierung von Cornstein telefonierten Ministerpräsident Viktor Orbán und US-Präsident Donald Trump bereits zum zweiten Mal miteinander. In den Zeiten der Obama-Administration gab es allerhand Schwierigkeiten.

Im vergangenen Jahr erfolgten zahlreiche amerikanische Investitionen in Ungarn. US-Firmen beschäftigen hierzulande mehr als 100.000 Mitarbeiter, meinte Szabó. Er informierte zudem, dass Ungarn in Washington ein neues Innovationszentrum eröffnet. Als wichtigstes Ziel bezeichnete er, dass amerikanisches Flüssiggas nach Ungarn gelangt, hierbei gibt es bedeutende Fortschritte – damit könnte die russische Dominanz am ungarischen Gasmarkt beendet werden.

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