Eingefädelt wurde der Deal noch Ende 2012 zwischen Ministerpräsident Viktor Orbán (r.) und Microsoft-Vizepräsident Kevin Turner (l.) bei einem Treffen im ungarischen Parlament. Anschließend liefen öffentliche Aufträge im Volumen von jährlich 30 Mio. Dollar über Vermittlerfirmen, die dank erheblicher Rabatte von Seiten der Amerikaner 30-60% der Auftragssumme einstrichen, bevor sie die Produkte zum vollen Preis an die staatlichen Abnehmer weiterreichten.

Microsoft kam den Manipulationen in Ungarn und anderen Ländern (z. B. Tschechien und Italien) noch 2014 auf die Schliche, hierzulande wurden die Verträge mit den größten Regierungspartnern gekündigt und 4 Spitzenmanager gefeuert. Diese Manager fanden unmittelbar danach hohe Anstellungen im Staatsapparat. So wurde Microsoft-Landesdirektor István Papp in einen Direktorenposten der Staatlichen Investitionsagentur gehoben, Viktor Sagyibó erhielt eine Anstellung als Ministerieller Beauftragter des Ministerpräsidentenamtes. Jene Firmen, von denen sich Microsoft damals trennte, erhalten bis heute Milliardenaufträge des ungarischen Staates.

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