Dank der steigenden Löhne und einer dynamischen Zunahme der Beschäftigten boomt der Privatverbrauch und nehmen die Spareinlagen der Bürger zu, fügte der Finanzminister hinzu. Varga rechnet ausgehend von der im Herbst 2016 getroffenen sechsjährigen Tarifvereinbarung mit einer fortgesetzten Lohndynamik. Diese werde durch die 2019 weiter sinkenden Sozialabgaben der Arbeitgeber und die fortgesetzten Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst gefördert. Es lohne sich immer mehr, in Ungarn zu arbeiten, meinte der Minister mit dem Verweis auf die seit 2010 im Schnitt um 62% gestiegenen Nettolöhne.

Laut aktuellen Angaben, die das Zentralamt für Statistik (KSH) am Mittwoch veröffentlichte, lagen die Bruttodurchschnittslöhne im Juni mit 329.600 Forint um 11,2% höher, als vor einem Jahr. Für das I. Halbjahr ergab sich ein durchschnittlicher Bruttolohn von 324.400 Forint (1.015 Euro), der ebenso wie der Nettolohn von 215.700 Forint (675 Euro) das vergleichbare Vorjahresniveau um 11,9% übertraf. Laut KSH erreichen die Bruttolöhne mittlerweile auch im besonders schlecht bezahlten Gastgewerbe 200.000 Forint, während die Tätigkeit von Mitarbeitern der Banken und Versicherungen mit über 600.000 Forint brutto im Monat vergütet wird. Im Zeitraum Januar-Juni ergab sich bei um 2,3% steigenden Verbraucherpreisen ein Zuwachs der Reallöhne um 9,4%.

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