Im Juni belief sich der Zuwachs im Hochbau im Jahresvergleich auf 15,2%, im Tiefbau auf 48,8%, im I. Halbjahr auf 13,9% bzw. 28,0%. Der Auftragsbestand der Bauunternehmen lag Ende Juni um 62,1% über dem Volumen vom Juni 2017. Im II. Quartal erhöhten sich die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 9,2%, innerhalb dessen im Hochbau um 11,7%, im Tiefbau um 6,9%.

Der deutliche Zuwachs im Juni ist u. a. auf die belebenden Effekte der EU-Förderungen zurückzuführen, aber auch die staatlichen Investitionen verliehen der Branche weiteren Schwung. In Anbetracht des aktuellen Auftragsvolumens und der Regierungsmaßnahmen im Wohnungsbau wird sich das Wachstum fortsetzen, kommentierte das Innovationsministerium die KSH-Daten. Im I. Quartal 2018 wurden 3.394 Neubauwohnungen übergeben – ein Plus von 65% im Jahresvergleich. Zudem wurden 9.850 Baugenehmigungen erteilt (+3,4%).

Auch die Analysten prognostizieren trotz der hohen Basis des vergangenen Jahres für das gesamte Jahr 2018 einen Produktionsanstieg im Baugewerbe von mindestens 15%. Die bevorstehende Streichung des vergünstigten Umsatzsteuersatzes sowie die Arbeitskräftesituation setzen allerdings langfristig den Wachstumsaussichten Grenzen. Schätzungen zufolge werden in diesem Jahr max. 25.000 neue Wohnungen gebaut; diese Anzahl bleibt damit deutlich unter dem zum idealen Wohnungsbestand erforderlichen Bau von jährlich 40.000.

Die MTI-Grafik zeigt die Entwicklung der Produktion des Baugewerbes seit 2001 (Vorjahr=100).

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