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LMP und Jobbik verschlingen sich selbst

In dieser schrecklichen Situation kann selbst der Humorist Zsolti Rokker (Anm. unabhängiger Kandidat bei den Wahlen in Miskolc) nicht gewinnen, ganz zu schweigen von dem bis zu den Zehenspitzen liberalen und zivilen Kandidaten bei den letzten Wahlen in der Budapester Józsefváros. Der Enthusiasmus der kämpferischen „Wir sind die Mehrheit“- Parole, der nach dem „Wahlbetrug“ am 8. April die Massen auf der Straße ergriff, war schnell wieder verflogen.

Die Oppositionsparteien haben aus freien Stücken ihren Bankrott erklärt. Die Jobbik stellt nicht einmal mehr Kandidaten auf, die anderen wiederum stellen sich bewusst hinter zivile Kandidaten, um die Konflikte und Widersprüche zwischen den einzelnen Oppositionsparteien zu übertünchen.

LMP und Jobbik, oder besser gesagt die Parteien des 21. Jahrhunderts, verschlingen sich selbst und zerbröckeln immer mehr. Együtt, die mit einem ähnlichen Slogan angefangen hatte, hat bereits das Handtuch geworfen. Die Momentum hatte bis jetzt nur ein Momentum - nämlich den Boykott der Olympiade. Seitdem herrscht bei ihr tiefe Stille. Bei den Parteien des 20. Jahrhunderts sieht es auch nicht gerade rosig aus: auch die x-te Erneuerung der MSZP hat nichts Neues gebracht. (…)

Gyurcsány beschimpft Ex-Genossen

Das Nonplusultra der Verwirrung, ist jedoch, dass der Vorsitzende des Parteiausschusses live im Fernsehen die Aussagen des anderen Parteivorsitzenden bestritt, der behauptete, dass es bei der Diätenfrage keine Pflicht zur Einhaltung der Fraktionsdisziplin gegeben hätte. Natürlich ist angeblich auch das das Verschulden des Fidesz, der ihnen eine Falle stellte, indem er den Gesetzesentwurf über die Parteistiftungen und die staatliche Unterstützung der Fraktionen mit den Erhöhungen der Abgeordnetendiäten in einen Gesetzesvorschlag zusammenfasste.

Der gescheiterte Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány, (der schon zu Zeiten des Putsches von Péter Medgyessy opportunistisch die Gunst der Stunde nutzte und seine Loyalität schnell aufgab), hat den Moment sogleich dazu genutzt, um seine frühere Partei zu beschimpfen: „Ihr interessiert mich nicht, mich interessieren nur die Wähler.“ Uns bricht gleich das Herz! Der Vorsitzende der DK hatte die Sozialisten noch vor wenigen Monaten dazu gezwungen, bei der Wahl mit seiner Partei zusammenzuarbeiten. Davor hatte er sich durch einige Intrigen Botkas (Anm: einige Monate vor der Wahl zurückgetretener MSZP-Spitzenkandidat) entledigt. Mitte März hatte er die ganze Opposition an der Nase herumgeführt.

Auch die LMP ist auf diesen Trick hereingefallen, selbst wenn Gyurcsány nicht besonders glaubwürdig gewirkt hatte. Und zwar so sehr, dass die Vorsitzenden Bernadett Szél und Ákos Hadházy auf einer M3-Autobahnraststätte dem Jobbik-Vorsitzenden Gábor Vona nachjagten, um ihn von der Mitwirkung an einem breiteren oppositionellen Bündnis zu überzeugen. (…) Sie begründeten das damit, dass sie schließlich alle im selben Boot säßen und damit Teil einer Schicksalsgemeinschaft wären.

Eine Wertegemeinschaft war ihnen dabei nicht wichtig. Nun müssen sie ihre Schicksalsgemeinschaft ausbaden.

Der hier in Auszügen wiedergegebene Artikel erschien am 23. Juli in der regierungsnahen Zeitung Magyar Hírlap.

Aus dem Ungarischen von Anita Weber

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