Ministerpräsident Orbán sagte dem Nachrichtenfernsehen in einer Verhandlungspause des NATO-Gipfels in Brüssel, Ungarn untersütze den Vorstoß von US-Präsident Trump, wonach die europäischen Bündnispartner mit höheren Beträgen zur Stärkung ihrer Armeen und der Sicherheit ihrer Länder beitragen sollten. Orbán empfand bei den aktuellen Beratungen, dass die Staats- und Regierungschefs der NATO-Partner im Vergleich zum Vorjahr näher zusammenrückten. Die aus dem Osten (Russland) und dem Süden (Terrorismus) drohenden Gefahren seien ihrer Natur gemäß sehr verschieden, für Letztere sei eine stabile Türkei ein Faktor von zentraler Bedeutung. Die Verfassungsreform in Ankara begrüße Budapest, weil die Türkei dadurch ihre Stabilität erhöhe.

Ungarn wird bis 2024 seine Verpflichtung, die Verteidigungsausgaben auf 2% am BIP zu erhöhen, ganz sicher erfüllen, teilte Außenminister Péter Szijjártó ebenfalls in Brüssel mit. In Hinsicht auf die Entwicklung der Streitkraft sei das Ziel auch früher zu meistern, die von den USA aufgeworfenen 4% seien für Ungarn derweil unrealistisch. Seit dem Amtsantritt von Trump hätten die europäischen NATO-Partner ihre Ausgaben auf diesem Gebiet bereits um 33 Mrd. Dollar angehoben. Szijjártó dementierte, dass die USA aus dem Bündnis austreten wollten.

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