Aufgrund des Reallohnanstiegs um fast 8%, der steigenden Beschäftigung sowie der deutlichen Erhöhung des Vermögens der Privathaushalte rechnen die meisten Analysten mit einer anhaltenden Kauflaune der Verbraucher. Für das II. Halbjahr prognostizieren sie jedoch eine Verlangsamung der Dynamik infolge der höheren Basis. Orsolya Nyeste, Senior-Makroanalystin der Ersten Bank, zufolge untermauern die Einzelhandelsdaten vom Mai die Erwartungen, dass auch im II. Quartal der Konsum der stärkste Motor des BIP-Wachstums war.

Dávid Németh, Chefanalyst der K&H Bank, gibt jedoch zu bedenken, dass die in den vergangenen Wochen eingetretene Forintschwäche sich negativ auf den Einzelhandel auswirken könnte. Bleibt der Forint nachhaltig schwach, so steigen die Preise für importierte Produkte, und auch die Kraftstoffpreise verharren auf einem überaus hohen Niveau. Dies wiederum könnte den Konsum etwas drosseln. Zudem besteht die Frage, ob die steigenden Löhne mit der so angekurbelten Inflation Schritt halten können. Dennoch rechnet Németh für das gesamte Jahr 2018 mit einem Anstieg des Einzelhandelsvolumens um 6-7%.

Schwächer als erwartet gestaltete sich im Mai das Einzelhandelsvolumen in der Eurozone. Ungarn wies unter den EU-Mitgliedsstaaten den höchsten Zuwachs aus. Den Daten von Eurostat zufolge legte der Einzelhandel in den 19 Ländern der Eurozone im Jahresvergleich lediglich um 1,4% zu. In der gesamten EU stieg das Einzelhandelsvolumen im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 2,3%.

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