„Coaching wird oft mit psychologischer Arbeit verwechselt”, erklärt Bea Bincze, Organisatorin des Coaching-Kurses „SPARKLE“. „Der größte Unterschied zur Psychologie: Während sich der Psychologe mit Traumata der Vergangenheit und deren Auswirkung auf das Leben heute befasst, hilft der Coach dabei, ein gestecktes Ziel in naher Zukunft zu erreichen.” In fünf bis zehn Sitzungen, so Bincze, könne dies erfahrungsgemäß erreicht werden. Dabei sei einerseits eine realistische Zielsetzung essenziell, andererseits aber auch die Arbeitsweise des Coaches selbst.

Lernen, Lösungen zu finden

Das wichtigste Element des Coach-Daseins, erklärt Bincze, sei, dass man dem Coachee, so nennt man die gecoachte Person, nicht seine eigene Lösung aufzwingt. Vielmehr sei es die Aufgabe eines Coaches, seinem Klienten dabei zu helfen, eigene Lösungen zu finden. Der Coach habe quasi eine Begleiterrolle inne, so Bincze.

„Ab einer bestimmten Position im Leben haben einige Menschen einfach niemanden mehr zum Reden.” Die Organisatorin des Coaching-Kurses ist deswegen überzeugt davon, dass gerade im Geschäftsleben Coaches enorm wichtige Arbeit leisten, um diesen Menschen jemanden zu geben, mit dem sie sich austauschen können. Doch Coaches hören nicht nur zu, sondern geben ihren Coachees auch ganz konkrete Mittel an die Hand, wie sie ihre Probleme und Vorhaben angehen können. Zu diesen Mitteln gehören beispielsweise das Tagebuchschreiben sowie sogenannte Spot-Analysen. So lernt der Coachee nicht nur, wie er seine aktuelle Herausforderung angehen kann, sondern bekommt auch Lösungswege für zukünftige Hürden an die Hand.

Eine Methode, die die angehenden Coaches in Bea Binczes Kursen lernen, ist die SPARKLE-Methode, die aus den Schritten Diagnose, Zielrichtung, Alternative, Entscheidung, Anwendung und Abschluss besteht. Wie der Coach seinen Coachee durch diese Methode begleitet, ist laut Bincze Kernelement ihres zweimal fünftägigen Intensivkurses. Doch auch andere Methoden könnten im Training erlernt werden. Doch noch bevor es losgehen kann, so Bincze, müssten die zukünftigen Coaches ein Auswahlverfahren durchlaufen. Teil der Anmeldung für das Seminar sei neben einem Lebenslauf auch ein Motivationsschreiben.

Zertifiziert durch die International Coach Federation

Wer aufgenommen wird, werde zu Beginn des Kurses Selbsterfahrung lernen. Wie Bea Bincze betont, sei es von großer Bedeutung, dass der Coach dem Coachee hilft, seine eigenen Lösungen zu finden und nicht versucht, seine eigenen Ideen dem Coachee als gut zu verkaufen. Um sicherzustellen, dass die angehenden Coaches auch wirklich den Anforderungen gewachsen sind und den Richtlinien entsprechend arbeiten, erklärt Bincze, seien die Kursteilnehmer dazu verpflichtet, zwischen den zwei Kursteilen drei Coaching-Sitzungen aufzuzeichnen und die Tondateien an ihre Ausbilder zu senden. Diese würden ihnen dann Rückmeldung zum bisher Gelernten und Angewandten geben.

Bincze betont, dass dies ein wichtiger Teil der Ausbildung sei. „Es ist auch schon vorgekommen, dass wir Teilnehmern auferlegt haben, noch weitere Sitzungen abzuhalten, weil wir mit dem Verfahren noch nicht zufrieden waren.” Durchgewunken werde hier niemand, so Bincze, denn der Kurs sei von der International Coach Federation zertifiziert und entspreche damit den höchsten internationalen Standards.

Wer Interesse an einem Coaching-Kurs hat, sich aber noch nicht sicher ist, kann im Vorfeld eine kostenlose Coaching-Session buchen.

Mehr Informationen finde Sie unter:

businesscoach.hu/en/sparkle-coach-training-course

businesscoach.hu/en/sparkle-business-group-application

Für die Anmeldung (inklusive Lebenslauf und Motivationsschreiben) und bei Fragen wenden Sie sich an info@businesscoach.hu.

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