Die ideologische Motivation der Spekulanten ist ein multikulturelles Europa, sie denken, wenn sie uns vermischen, wird es ein lebenswerteres Europa geben. Wir wollen dies jedoch nicht, wir wollen mit unserer christlichen Kultur, Sprache und Lebensweise so bleiben, wie wir sind.

In Verbindung mit der Verfassungsänderung sagte Orbán, dass die Regierung über eine Zweidrittelmehrheit verfüge und damit bestimmen könne, dass die Ansiedlung fremder Völker verboten ist. Ab September sei eine anderthalbjährige Verfassungsrevision geplant, in deren Verlauf durchleuchtet werde, was sich bewährt hat und was nicht, bzw. wo es Gesetzeslücken gibt.

Über die europäische Politik sagte er, dass sich diese seinem Geschmack nach entwickelt, erwähnt seien nur Österreich und Italien. Dort hätte man endlich erkannt, dass die Flüchtlinge nicht verteilt, sondern aus der EU gebracht werden müssen. Orbán erinnerte daran, dass die Visegrád-Gruppe Rom dafür schon früher finanzielle Hilfe angeboten habe.

Den Haushaltsentwurf 2019 bezeichnete Orbán als massiv und „erdbebensicher“. Dennoch könnte es sein, dass es in den kommenden Jahren erneut eine Weltwirtschaftskrise gibt. Er wünsche sich, dass keine Restriktionen ergriffen werden, wozu jedoch ein diszipliniertes Wirtschaften notwendig sei. Derzeit drohe ein weltweiter Handelskrieg, der sich zu einer Krise ausweiten könnte. Zudem sind nicht wenige Länder der Eurozone höher verschuldet als bei Ausbruch der Weltwirtschaftskrise 2008. Aus diesen Gründen wurden die Reserven des Haushaltes um 50% angehoben. Die Ziele der Regierung seien unverändert: Sicherheit des Landes, Unterstützung der Familien, Wirtschaftswachstum.

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