Im Monat Mai ergab sich ein Defizit des Staatshaushaltes von 106,1 Mrd. Forint; kumuliert für die ersten fünf Monate erreichte das Defizit 1.187,5 Mrd. Forint, teilte das Finanzressort am Donnerstag mit. Die staatlichen Sonderfonds befinden sich weitgehend im Gleichgewicht, die SV-Kassen haben einen Überschuss von 57 Mrd. Forint angehäuft. Die Auszahlungen des Fiskus in Verbindung mit EU-Projekten verdoppelten sich bis Ende Mai gegenüber dem Vorjahr auf 993 Mrd. Forint.

Derweil wurde der Entwurf des Haushaltsplans 2019 dem Budgetrat zur Begutachtung vorgelegt. Wie das Finanzministerium betonte, handelt es sich um ein Garantieelement, bevor die Regierung den Plan im Parlament einreichen kann. Der Staat wird sich bei den laufenden Ausgaben auf die zur Verfügung stehenden Einnahmen stützen; in dieser Hinsicht sei der Nullsaldo erreicht. Die Aussichten der ungarischen Wirtschaft seien gut, in der Eurozone mehrten sich jedoch Krisenanzeichen.

Der Budgetrat teilte noch am Donnerstag mit, das Defizitziel für 2019 sei machbar, wenn der BIP-Zuwachs infolge höherer Löhne (+8,8%), mehr Beschäftigung (+1,5%) und mehr Konsum (+3,9%) tatsächlich 4,1% erreichen wird. Neben dem Defizitziel von 1,8% sei es real, dass die Staatsschulden auf 70,3% am BIP fallen werden. Die Produktivität soll im Übrigen um 2,6% steigen, die mittlere Jahresinflation 2,7% erreichen.

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