Im Vergleich zum März erhöhte sich der Industrieausstoß um 0,2%, nach einem Rückgang um 0,7% im März. In fast allen Branchen des verarbeitenden Gewerbes erhöhte sich die Produktion, im Fahrzeugbau und der Lebensmittelindustrie über dem Durchschnitt, in der Elektronik darunter. In den ersten vier Monaten wurde im Jahresvergleich ein Anstieg um 3,8% registriert.

Die April-Daten signalisieren eine Rekordauslastung der Produktionskapazitäten, somit könnten neue Investitionen ab dem II. Halbjahr weiteres Wachstum mit sich bringen, das wiederum durch den akuten Arbeitskräftemangel etwas gedrosselt werden könnte, kommentierten Analysten die KSH-Daten. Péter Virovácz, Chefanalyst der ING Bank, ist der Auffassung, dass die bereinigten April-Daten der Industrieproduktion deutlich unter den Markterwartungen geblieben sind und nach den Einzelhandelsdaten vom Dienstag erneut für Enttäuschung sorgten. Der deutliche Unterschied zwischen bereinigten und unbereinigten Daten verweist darauf, dass die Industrie an ihre Grenzen stößt. Das Produktionsvolumen ist seit Januar im Wesentlichen stabil.

Zwar seien die April-Daten etwas unter den Erwartungen geblieben, die Aussichten sind jedoch positiv. In den kommenden Monaten könnte ein stärkeres Wachstum zurückkehren: Einerseits durch die Fertigung neuer Automodelle, die Inbetriebnahme neuer Kapazitäten, andererseits durch die schwache Basis im II. Halbjahr 2017, gab sich Gergely Suppan, Analyst der Takarékbank, optimistisch. Zudem spiele die starke Binnennachfrage eine immer größere Rolle im Inlandsvertrieb der Industrie, was noch durch den Boom des Baugewerbes unterstützt wird.

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