Der amtierende Budapester OB István Tarlós gab dem liberalen Nachrichtenportal index.hu ein ausführliches Interview, in dem er erklärte, der Fidesz wolle ihn auch 2019 wieder bei den Kommunalwahlen nominieren. Den Hinweis auf Erhebungen, wonach er der populärste Politiker des Regierungslagers in der Hauptstadt sei, kommentierte er mit dem Gleichnis von Spitzensportlern, die sich nicht hinsichtlich der eigenen Chancen zu äußern pflegen. Orbán habe ihn persönlich gebeten, erneut zu kandidieren, doch müsse er sehr genau abwägen, ob er mit 70 Jahren eine weitere Amtszeit wolle. Wichtig seien natürlich auch die Bedingungen, wozu Tarlós anmerkte: Wenn der Fidesz in Budapest stärker abschneiden möchte, müsse die Regierung der Hauptstadt mehr Geld als bisher bereitstellen.

Unter den Großprojekten kündigte der OB an, mit ausreichenden staatlichen Mitteln sollten die Kettenbrücke und den Burgtunnel gleichzeitig modernisiert werden, was 2019 in Angriff genommen werden könnte und drei Jahre dauern dürfte.

Das Tarlós-Interview erschien am Sonntag auf index.hu, nahezu zeitgleich mit der ablehnenden Haltung des Ministerpräsidenten einem Index-Reporter gegenüber, dessen „Fake-News-Fabrik“ er nicht einmal zum Thema Fußball antworten wolle.

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