Das Wirtschaftswachstum war im I. Quartal trotz der ungünstigen Witterung und zwei langen Wochenenden infolge der Feiertage stabil, kommentierte Wirtschaftsminister Mihály Varga die aktuellen BIP-Daten. Seit Jahren wird im Tourismus ein zweistelliger Anstieg registriert, die Effekte der sechsjährigen Lohnvereinbarung schlugen sich im Einzelhandelsvolumen nieder, das sich im I. Quartal um durchschnittlich 8% erhöhte. Die Wirtschaftsprozesse wurden nicht durch wesentliche externe Effekte negativ beeinflusst, die Handelsbilanz wies in den ersten drei Monaten einen Überschuss von 2 Mrd. Euro aus. Zu den Wachstumsmotoren gehörte zudem der Wohnungsbau, der in diesem Zeitraum um 65% zulegte. In der Industrie sind die Wachstumsaussichten weiterhin positiv, und zwar aufgrund der lebhaften internationalen Konjunktur sowie der Investitionen im verarbeitenden Gewerbe, so hauptsächlich im Fahrzeugbau, die mittelfristig die Produktionskapazitäten erhöhen.

Mit diesen Wachstumsdaten zählt Ungarn zum Spitzenfeld in der EU, die im I. Quartal ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von lediglich 2,4% auswies. Die aktuellen KSH-Daten von 4,7% untermauern damit das Konvergenzprogramm der Regierung, das sie vor Kurzem an Brüssel sandte. Ungarn könne ohne übermäßige Neuschulden wachsen, betonte Varga.

Die MTI-Grafik zeigt die Entwicklung des BIP seit 2003 im Jahres- und Quartalsvergleich (Vorjahr = 100; saisonal und nach Kalendertagen bereinigt).

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