Zum nunmehr fünften Mal verwandelt sich der Budaer Millenáris Park in diesem Jahr ganze vier Tage lang in eine Pilgerstätte für Feinschmecker. Vom 17. bis zum 20. Mai präsentieren sich hier die besten Restaurants, Konditoreien, Weingüter und anderweitige Hersteller aus Ungarn und der Welt. An weit über hundert Ständen ist vom Spitzenrestaurant bis zum Streetfoodstand, von Wein und Sekt bis hin zu Bier und Pálinka, vom Bäcker bis zum Chocolatier alles dabei. Ein Paradies für „Foodies“.

Es gibt wieder Exklusivmenüs

Auch in diesem Jahr setzt das Feinschmeckerfestival dabei seine Traditionen fort und gibt Ausstellern und Stargästen ein kulinarisches Thema vor. Nachdem im vergangenen Jahr Erdbeeren und Mangalica im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit standen, sollen in diesem Jahr Kaviar und Sekt bei so vielen Kreationen wie möglich Verwendung finden. Im Fokus steht auch der Knödel in all seinen Formen.

Eine erst 2017 begonnene, aber auch in diesem Jahr fortgesetzte Tradition sind die Exklusivmenüs. Statt einzelnen Gerichten und Getränken kann man hier gegen Anmeldung und entsprechenden Aufpreis mehrgängige thematische Menüs verkosten. So tun sich etwa gleich fünf außerhalb Budapests gelegene Restaurants zusammen, darunter das landesweit bekannte Anyukám mondta sowie das Lokal des ungarischen Starkochs István Pesti, Platán, um den Besuchern in fünf Gängen die Geschmackswelt des ländlichen Ungarns näherzubringen. Aber auch Kaviarverkostungen, ein lateinamerikanisches Abendessen mit Chefköchin Kamilla Seidler vom Gustu in La Paz, Bolivien, und ein Sonntagslunch mit fünf großen Budapester Restaurants warten auf die Gäste.

Doch der Höhepunkt in dieser Programmkategorie ist das Acht-Gänge-Menü, zubereitet von vier Chefköchen bekannter polnischer Restaurants: Alewino, Brasserie Warszawska, Butchery & Wine und Kieliszki na Próznej. Sie alle wurden vom Michelin-Restaurantführer mit dem Bib Gourmand ausgezeichnet. Dieser wird an Lokale vergeben, die außergewöhnlich gutes Essen zu moderaten Preisen anbieten. Für die vier polnischen Restaurants ist es die erste Kooperation dieser Art, weshalb auch die Gäste auf das Ergebnis gespannt sein dürfen. Eine weitere Besonderheit des Menüs ist, dass zur Begleitung der Gerichte eine Auswahl ungarischer Weine von den Köchen und Sommeliers empfohlen wird.

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Für die exklusiven Menüs in dieser Programmkategorie legt man zwischen 24.900 und 44.900 Forint pro Person auf den Tisch. Trotzdem sind die Plätze äußerst begehrt und wer Interesse hat, sollte so schnell wie möglich reservieren.

Vielseitiges Programm auf der Gastrobühne

Auch auf der Gastrobühne des Gourmet Fesztiváls wird es von Freitag bis Sonntag erneut ein umfangreiches Programm aus kulinarischen Vorträgen, Kochduellen und Küchenshows geben. Den Auftakt macht am Freitag um 17 Uhr Szabolcs Szabadfi. Der preisgekrönte Pizzabäcker experimentiert live vor Publikum mit süßen Pizzavariationen. Doch auch darüber wie man traditionelle Kartoffelklößchen oder Strudel macht, wie zeitgenössische polnische Küche aussieht und wie man Kaviar am besten zubereitet, kann in den ganz unterschiedlichen Vorträgen mehr erfahren werden. Am Sonntag um 14 Uhr treten die beiden Lifestyle-Köche Márk Lakatos und Dávid Kárai im Kochduell gegeneinander an.

Der diesjährige internationale Stargast des Festivals, verrät Festivalleiter Richárd Nemes, ist jedoch Heinz Reitbauer, Chef(koch) des Wiener Restaurants Steirereck. „Reitbauers Lokal, das mit zwei Michelin-Sternen und 19/20 Punkten im Gault-Millau ausgezeichnet wurde, ist das zehntbeste Restaurant der Welt. Der Gault-Millau Österreich wählte Reitbauer zudem zum besten Koch des vergangenen Jahrzehnts und auch heute ist er der beste Koch seines Heimatlandes“, so Nemes. Reitbauer wird unter anderem am Samstag auf der Gastrobühne des Festivals verschiedene Pilzrezepte vorstellen.

Auch in diesem Jahr kann man auf dem Gourmet Fesztivál wieder selbst aktiv werden: Besucher können sich für zahlreiche Workshops anmelden und sich so unter anderem von Konditor Ádám Pataki, Borkonyha-Chefkoch Ákos Sárközi oder Kistücsök-Chefkoch László Jahni praxisnahe Tipps rund ums Thema Kochen holen.

Eine Übersicht aller Programme finden Sie auf der Webseite des Festivals (siehe unten).

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Das steckt drin im Ticketpreis:

Auch wenn man an den Ständen der verschiedenen Aussteller selbst natürlich für die verschiedenen Speisen bezahlen muss (und das nicht zu knapp), ist auch der Zutritt zum Festivalgelände kostenpflichtig. Wer an allen vier Tagen dabei sein möchte, blättert dafür 8.600 Forint hin, wer nur mal einen Nachmittag oder Abend vorbeischauen möchte, kann das schon für 4.300 Forint. Das Ticket für das Gourmet Fesztivál beinhaltet neben dem Zugang zum Festivalgelände und allen Programmen (nicht enthalten sind Workshops und Menüs) ein Weinglas des Herstellers Spiegelau und eine Portion Fingerfood am Electrolux-Stand. Darüber hinaus erwartet Sie zudem je ein Probierglas eines Tokajer Weines, eines Rotweines aus Villány und eines der Biersorten Stella Artois, Leffe, Hoegaarden oder Belle-Vue Kriek. Die ersten 1.000 Besucher eines jeden Festivaltages kommen zudem in den Genuss einer kleinen Flasche Fruchtsaft der Marke Rauch, die ersten 500 erhalten zudem ein Glas Begrüßungssekt sowie einen hausgemachten Gewürzmix.


Gourmet Fesztivál

17. bis 20. Mai

Budapest, II. Bezirk, Kis Rókus utca 16-20 (Millenáris Park)

Öffnungszeiten: Donnerstag 17 bis 23 Uhr, Freitag 12 bis 23 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 23 Uhr

Eintritt: 4.300 Forint für ein Tagesticket, 8.600 Forint für das 4-Tage-Ticket

Weitere Informationen und Tickets erhalten Sie unter gourmetfesztival.hu/en

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