Heutzutage haben die meisten Menschen keine unmittelbaren Kriegserlebnisse und wissen fast nichts darüber, was unsere Vorfahren einst erlebt und erlitten haben. Unsere Generation betrachtet den Frieden als einen selbstverständlichen Zustand, einen ganz normalen Teil unseres Lebens. Fakt ist aber auch heute noch, dass wir alle verwundbar und einer sehr ernsten globalen Bedrohung ausgesetzt sind.

Die Wichtigkeit des Friedens

Die Darstellung der Brutalität und Grausamkeit des Krieges hilft den Besuchern, den Wert des Friedens und die Wichtigkeit von Aktivitäten zu seiner Beibehaltung nahezubringen. Als die allererste Dauerausstellung in Europa mit Ziel, das Entsetzen der Augenzeugen der Bombardierung von Hiroshima und Nagasaki 1945 zu zeigen, gilt diese Ausstellung auch in der Region als einzigartig. In der Ausstellung sind zahlreiche originale Exponate des Feuersturms zu sehen. Unter anderem sind hier auch 50 Zeichnungen von Überlebenden zu sehen, die vom selbst erlebten Grauen berichten. Die Ausstellung ist noch bis zum 31. August 2018 zu besichtigen.

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Durch die Atombomben sind in Hiroshima bis Ende 1945 rund 135.000 Menschen und in Nagasaki weitere 64.000 umgekommen. Das war damals mehr als die Hälfte der Bevölkerung von Hiroshima. Die Todesursache war in den meisten Fällen die Strahlenkrankheit.

Ob der Einsatz der Atombomben notwendig war, ist immer noch eine stark umstrittene Frage. Das Museum versucht nicht, eine Antwort auf sie zu finden. Sein Hauptanliegen ist es, die gegenwärtige Gefahr der nuklearen Bedrohungen der Öffentlichkeit bewusst zu machen.

Denkmal für die Helden des Alltags

Die Ausstellung befindet sich im Felsenkrankenhaus-Atombunker-Museum unterhalb der Budaer Burg. Als ein Notfallkrankenhaus spielte es eine sehr wichtige, historische Rolle sowohl im Zweiten Weltkrieg als auch während der ungarischen Revolution von 1956. Während des Kalten Krieges wurde es zum Atombunker ausgebaut und bis 2002 streng geheim gehalten. Ärzte, Krankenschwestern und Freiwilligen haben hier besondere Tapferkeit und Humanität in schwierigsten Zeiten des 20. Jahrhunderts bewiesen. Das Museum würdigt diese Helden des Alltags, die auch unter äußerst widrigen Umständen darum rangen, menschliche Werte hochzuhalten.

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Die Touren sind auf die Gästebedürfnisse zugeschnitten und können dem Interesse und dem Alter der Gruppe entsprechend modifiziert werden. Die Informationen und Erzählungen, die von professionell ausgebildeten Fremdenführern mitgeteilt werden, machen die Touren, aber auch die Geschichte lebendiger und verständlicher. Die Erzählungen stammen von Augenzeugen oder basieren auf historischen Dokumenten.

Englischsprachige Touren gibt es täglich (Montag bis Sonnabend) jede halbe Stunde von 12 bis 17 Uhr. Touren auf anderen Sprachen (Deutsch, Italienisch, Französisch, etc.) können nach vorheriger Vereinbarung gebucht und organisiert werden. Für Kinder unter sechs Jahren ist der Eintritt verboten, für Kinder zwischen 6 und 12 Jahren hingegen nicht empfohlen.

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Felsenkrankenhaus-Atombombenmuseum

Montag bis Sonnabend von 10 Uhr bis 19 Uhr.

1012 Budapest, Lovas út 4/c.

Tel.: (+36-70) 701-0101

info@sziklakorhaz.hu

www.hospitalintherock.com

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