Die ursprüngliche deutsche Mutter wurde 1885 aus einer Miederwarenfabrik in Bad Rappenau gegründet. 1922 erhielt sie, benannt nach einem erfolgreichen Unterwäschemodell ihren heutigen Namen Felina. In den 50er Jahren exportierte die Firma, die jetzt in Mannheim ihren Hauptsitz hatte, schon in mehr als 50 Länder. Im September 1991 wurde die Felina Hungaria Kft. als Tochter der Felina International AG gegründet.

Zwei ungarische Produktionsstandorte

Nur ein Jahr später wurde die in Budapest ansässige Schneiderei nach Szeghalom verlegt, wo heute 500 Mitarbeiter für Felina tätig sind. Neben diesem Hauptstandort hat die Felina Hungaria in Dévaványa eine weitere, allerdings wesentlich kleinere Fertigung. Zunächst wurde die gesamte Bademodenkollektion der Felina International AG nach Ungarn verlagert. 2009 wurde diese Sparte jedoch eingestellt.

2015 hat die lettische „European Lingerie Group“ (ELG) die Felina International AG mit weltweit 1.250 Mitarbeitern übernommen. Zur ELG gehören neben Felina auch die Marken Lauma Fabrics, Conturelle und Lauma Medical. Unter dem Namen Lauma Fabrics verkauft ELG zudem an Premium-Unterwäschehersteller feinste Spitze aus Calais und weiteres hochqualitatives Material.

Umstrukturierung des Vertriebs

Bei der Pressekonferenz bemerkte Geschäftsführer Jancsecz unter anderem, vielen sei aufgefallen, dass Felina Hungaria etwas von der ungarischen Bildfläche verschwunden sei. Dieser Eindruck sei jedoch nicht ganz korrekt. „Nach der, 2013 getroffenen Entscheidung, die ungarische Vermarktung nach Deutschland zu verlegen, wurde lediglich die Zahl der ungarischen Partner beträchtlich reduziert.“ Heute kooperiert Felina in Ungarn mit etwa 200 Einzelhändlern. Die erfolgte Umstrukturierung habe unter anderem mit Veränderungen auf dem ungarischen Markt zu tun gehabt: In den Einkaufszentren würden fast ausschließlich große Marken angeboten, während kleinere Marken wie Felina hauptsächlich in kleineren Multibrand-Läden angeboten würden, von denen es in Ungarn jedoch immer weniger gäbe.

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Gegenüber der Budapester Zeitung betonte Jancsecz, dass sich die Ansprüche der Frauen deutlich geändert hätten und Felina darauf eingehen müsse. Deshalb wird zum Beispiel inzwischen auch eine Sportkollektion mit Sport-BHs in Größen bis 115 I produziert. Außerdem wurde sogenannte „unsichtbare 24 Stunden Unterwäsche“ entwickelt, die dadurch, dass auf ihr keine Motive aufgestickt sind, unter der Kleidung wie unsichtbar wirkt.

Neue Produkte und Klassiker

Diese wird übrigens aus dem, von der deutschen Firma Lenzing produzierten Stoff Tencel produziert. Der auf Cellulose basierende Stoff wird im Vergleich zu Baumwolle viel umweltfreundlicher hergestellt. Seine Produktion benötigt 10 bis 20 Mal weniger Wasser. Als Rohstoff wird unter anderem Holz verwendet. „Felina ist eines der ersten Unternehmen, das Unterwäsche aus Tencel produziert“, betonte Jancsecz.

Um die bisherige Kundschaft weiterhin zufrieden zu stellen, werden neben diesen neuen Produkten aber auch die Unterwäscheklassiker beibehalten. Außerdem wird nach zehn Jahren wieder eine Bademodenkollektion eingeführt. Bereits im kommenden Jahr soll sie in die Läden kommen.

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