Das Wirtschaftsportal wertet die Wahlergebnisse untergliedert auf die einzelnen Wahlkreise aus und gleicht diese in einer Artikelserie mit öffentlich zugänglichen Daten des Zentralamtes für Statistik (KSH) ab. So wurde die Verbindung zwischen den Stimmen, die auf Fidesz-KDNP entfielen, und der Höhe der Einkommensteuer untersucht. Die Korrelation erwies sich als ausgesprochen stark, wenngleich in umgekehrter Richtung, d. h. in Wahlkreisen mit signifikant geringeren Einkommen wählten mehr Bürger den Fidesz. Die Streuung ist augenfällig, wenn man bedenkt, dass der Fidesz im reichen Budapest „nur“ 29-44% der Stimmen holen konnte. Laut g7.hu holte die seit 2010 zum dritten Mal wiedergewählte Partei in drei der zehn ärmsten Wahlkreise des Landes mehr als 65% der Stimmen und nur in einem davon weniger als 55%, wohingegen der Fidesz in keinem der zehn reichsten Wahlkreise (die allesamt in Budapest und seiner Agglomeration liegen) auch nur 45% erreichen konnte.

Dieser Zusammenhang wird erheblich dadurch geprägt, dass der Fidesz in der reichen, aber liberalen Hauptstadt relativ unbeliebt ist. Beim genaueren Hinschauen zeigt sich wiederum, dass die Zahl der Anhänger der Regierungspartei in Budapest mit dem Reichtum der Bewohner des betreffenden Stadtbezirks steigt.

Die Graphik zeigt die Anteile der auf den Fidesz entfallenden gültigen Stimmen bei der Parlamentswahl 2018 in den einzelnen Wahlkreisen (knapp 40 bis über 60% – je intensiver die Farbe, desto höher der Anteil).

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