Die jetzige Regierung werde ihre Arbeit nicht fortsetzen, sondern es wird neue Gesichter und neue Strukturen geben. Namen der neuen Minister wollte Orbán noch nicht verraten. Die neue Regierung könnte in ca. 3-4 Wochen gebildet sein.

Orbán wird mit dem bisherigen Koalitionspartner KDNP Gespräche aufnehmen, andere Parteien seien für eine Regierungsbildung nicht notwendig. Wichtig sei, die Erfahrungen der vergangenen vier Jahre zu analysieren. Im Fokus der neuen Regierung wird die Demografie stehen.

Hinsichtlich der künftigen Wirtschaftspolitik der Regierung sagte Orbán, dass die volkswirtschaftliche Richtung von Notenbankpräsident György Matolcsy richtig sei, zu deren Grundpfeilern die Senkung der Staatsschulden gehöre. In Verbindung mit dem geplanten „Stopp Soros“-Gesetzespaket führte Orbán aus, dass der Entwurf bereits vor den Wahlen im Parlament eingereicht wurde, damit die Bürger in dessen Kenntnis entscheiden können. „Wir haben am Sonntag die Vollmacht für dessen Umsetzung erhalten“, so Orbán.

Zum Wahlerfolg der Opposition in Budapest sagte Orbán, dass die Hauptstadt der Nation „unserem Herzen nahesteht, künftig muss hier jedoch seitens des Fidesz mehr getan werden“.

Orbán lud EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker nach Ungarn ein, der Besuch erfolgt innerhalb von 1-2 Wochen. Zudem versprach Orbán auch künftig ausgezeichnete Außenbeziehungen zu Bayern und Polen. Auf die Frage, ob er seine Politik gegenüber Deutschland verändern wird, antwortete er, so bald klar ist, welche Politik Deutschland verfolgen wird, wird Ungarn eine Antwort darauf geben. „Wir wollen jedoch zu allen Ländern noch bessere Beziehungen aufbauen, so auch zu Deutschland, doch ich wurde nicht von den Deutschen, sondern von den Ungarn gewählt“, schloss Orbán.

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