Der Spitzenkandidat der MSZP-Párbeszéd, Gergely Karácsony, hat am Sonntag der DK von Ex-Ministerpräsident Ferenc Gyurcsány und der grün-alternativen LMP die Möglichkeit einer gemeinsamen Koalitionsregierung nach den Parlamentswahlen angeboten. Das Bündnis aus Sozialisten und der linken Splitterpartei Párbeszéd, deren Vorsitzender Karácsony ist, präsentierte am gleichen Tag ein aus 100 Punkten bestehendes Wahlprogramm.

Nach Angaben des Landeswahlbüros (NVI) haben sich insgesamt 378.622 Auslandsungarn für die Parlamentswahlen registrieren lassen. Die Frist war am Samstagnachmittag abgelaufen. Die Angehörigen der ungarischen Minderheiten im Ausland dürfen bei der Briefwahl nur eine Stimme auf die Landeslisten abgeben.

Die Wahlbeteiligung könnte einer aktuellen Erhebung zufolge etwas höher als vor vier Jahren ausfallen. Im Auftrag der „Bonus-Brigade“ befragte GKI Digital mehr als 7.000 Internetnutzer zur anstehenden Wahl, von denen 83% sagten, sie würden auf jeden Fall wählen gehen. (Vor 4 Jahren waren es bei der gleichen Umfrage 80% – die Wahlbeteiligung erreichte letztlich 61%. Die höhere Wahlbereitschaft im Kreis der Bürger, die aktiv das Internet nutzen, ist soziologisch nachgewiesen.) Bemerkenswert ist eher jenes Ergebnis, wonach gleich 76% der Jungwähler bis 24 Jahre ihre Stimme abgeben wollen – 2014 traten tatsächlich nur 52% dieser Altersklasse an die Urnen. Unter den Wählern mit stabiler Parteipräferenz wollen am 8. April gleich 47% der Regierungskoalition Fidesz-KDNP ihre Stimme geben, die Jobbik bringt es bei dieser Umfrage auf 23%, die LMP auf 9% – noch vor MSZP-Párbeszéd mit 7% –, DK würde 6% und die Momentum-Bewegung 3% der Stimmen erhalten.

Das Foto zeigt einen Siebenbürger Ungarn bei der Briefwahl im Generalkonsulat Kolozsvár (Klausenburg/ Cluj Napoca).

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