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„Er hat keine Freunde, weil er jeden hasst, der auch nur ein wenig zufriedener ist als er selbst“, heißt es reichlich ironisch im Text des 36-sekündigen Videos. „Gábor ist auch der Grund, warum der Babygorilla im Zoo nicht mehr besucht werden darf. Vor Mutter Theresa schaudert‘s ihm und er hasst seine Nachbarn. Wenn er könnte, würde er gleich durch drei Türen auf einmal in den Bus steigen, um das Einsteigen so vielen Menschen wie möglich schwer zu machen“, wird der archetypische Unsympath des Weiteren beschrieben.

Doch die Krux des Videos ist: „Gábor hat genauso eine Stimme wie du. Wenn du nicht willst, dass Menschen wie Gábor über deine Zukunft entscheiden, dann geh am 8. April wählen.“ Laut Comedy Central, der nur zwei Tage später noch einen weiteren Wahlaufruf ähnlicher Machart veröffentlichte, sei es keinesfalls ungewöhnlich, sich zu tagespolitischen Belangen zu Wort zu melden. Der TV-Sender habe schon mehrfach ähnliche gesellschaftspolitisch relevante Themen in kurzen Clips verarbeitet. Ganz nach dem Motto: Wo es an wirklichen politischen Inhalten fehlt, springt der Humor in die Bresche.

Entsetzlich: Seife ins Krankenhaus geschmuggelt

Auch ein anderes Video machte dieser Tage von sich Reden. Die Ungarische Partei des Zweischwänzigen Hundes (MKKP) ist im ganzen Land für ihre witzigen Aktionen bekannt und auch am Wochenende schliefen die Hunde nicht. Stattdessen zogen sie mit Skimasken verhüllt durch das Krankenhaus in der Péterfy Sándor utca – und verteilten Seife. Der Hintergrund ist eindeutig: Ausgerechnet in der Heimat von Ignáz Semmelweis, dem Mann, der als Erster die Verbreitung bestimmter Erkrankungen auf mangelnde Hygiene bei Ärzten und Krankenhauspersonal zurückführte und sich um die Einführung von Hygienevorschriften bemühte, sind Seife und Desinfektionsmittel in Krankenhäusern seit Jahren zur Mangelware geworden. Das alles aus Kostengründen.

Diesen Missstand wollten die Hunde zumindest zeitweilig beheben und schmuggelten kurzer Hand etwas Seife ins Krankenhaus. Unterlegt mit dramatischer Musik zeigt das Video, wie sich drei „Passivisten“, wie es bei der MKKP heißt, auf den Weg machen, um die mit Hundekopf versehenen Seifen in den Toiletten und Waschräumen des Krankenhauses zu verteilen. Mit Erfolg, wohlgemerkt. Noch ist nichts darüber bekannt, ob wegen Hausfriedensbruch gegen die drei ermittelt wird. Geht man von früheren Aktionen der MKKP aus, etwa dem Bemalen von rissigem Straßenbelag, dann ist diese Befürchtung nicht einmal aus der Luft gegriffen. Wenn es um die MKKP geht, scheint es, als habe die Strafverfolgung ihren Sinn für Humor verloren.

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