Deutschland war nach der Systemwende 1989/90 das große Vorbild für den Aufbau der ungarischen Marktwirtschaft, denn dieses Land hatte nach einem verlorenen Weltkrieg eine neue deutsche Industrie errichtet. Deutsche Familienunternehmen geben 68% der Deutschen Arbeit und stehen für rund die Hälfte der deutschen Wirtschaftsleistung. „Dahin möchten wir auch gelangen“, merkte Orbán an. „Wir möchten eine Wirtschaft, wie die deutsche: Familienbetriebe werden, so hoffen wir, in Zukunft die Hälfte der ungarischen Wirtschaftsleistung geben, und wir hätten gern, dass rund 60-65% der ungarischen Menschen in ungarischen Betrieben tätig sind“, skizzierte der Ministerpräsident seine Zukunftsvision.

Für über 6 Mrd. Forint schaffe die bayrische Familie Rosenberger in Jászárokszállás und Nyírbátor mehr als 400 neue Arbeitsplätze, weshalb die Regierung 1,6 Mrd. Forint an Zuwendungen gewährt. Orbán sprach von einem beneidenswerten Tempo, welches Rosenberger diktiere, denn erst 2017 wurde ein Investitionsprojekt im Wert von 3,2 Mrd. Forint abgeschlossen. Er fügte aber gleich hinzu: „Wir wiederum sind stolz, bei diesem Tempo mithalten zu können.“

Inhaber Peter Rosenberger verwies auf die ausgezeichnete Auftragslage, die eine Anschlussinvestition auf der grünen Wiese erforderlich machte. Die Rosenberger Magyarország Kft. konnte ihre Umsatzerlöse im vergangenen Jahr mit über 2.300 Mitarbeitern von 15,3 auf 20,2 Mrd. Forint steigern, während das versteuerte Ergebnis von 322 auf 553 Mio. Forint zunahm.

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