Die (von Ministerpräsident Viktor Orbán „wegen des harten Winters“ ebenfalls auf Facebook zugesagten) 12.000 Forint Gutschrift werden im II. Quartal mit den Rechnungen der Erdgas- und Fernwärmeversorgung verrechnet, präzisierte der Minister die Ankündigung vom Vortag. Die neuerliche „Senkung der Wohnnebenkosten“ werde aus 40 Mrd. Forint finanziert, die das Energieamt als Reserve verwalte. Darunter werde für 1 Mrd. Forint soziales Brennholz verteilt, sollen den Verbrauchern von Fernwärme 6 Mrd. Forint und den Gaskunden die verbleibenden 33 Mrd. Forint gutgeschrieben werden. Das könne wegen der Pauschalabrechnungen aber erst im nächsten Quartal geschehen. Daneben werden 2,7 Mio. Rentner die Erzsébet-Gutscheine im Wert von 10.000 Forint erhalten; und zwar schon in den folgenden Wochen auf dem Postwege. Auf eine Frage stellte Lázár klar, dass die Regierung nicht beabsichtige, die Löhne für die Personen in öffentlichen Arbeitsprogrammen anzuheben. Es gebe immer mehr Arbeitsplätze, quartalsweise finden 20.000 Menschen den Weg auf den primären Arbeitsmarkt.

Die Regierung sei entschlossen, das Ackerland zu verteidigen, reagierte der Minister auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu den illegalen Taschenverträgen. Ungarn habe eine Schlacht verloren, das Urteil öffne Ausländern die Tore, um hierzulande Land zu erwerben und mit dem Boden zu spekulieren. 2010 waren 600.000 ha Land in Gefahr, die über acht Jahre hinweg durch den Fidesz geschützt wurden. Es wird die große Frage der nächsten Jahre sein, ob Ausländer in Ungarn an Land gelangen. (Dazu merkte Lázár an, dass die meisten Kläger Schadenersatz forderten, also kein Land wollen.)

Mit seinem Facebook-Video aus Wien wollte er auf die Folgen und die Auswirkungen der Einwanderung aufmerksam machen, sagte der Kanzleramtsminister. Er habe bereits mit seinem Amtskollegen Gernot Blümel abgeklärt, dass sein Privatbesuch die guten bilateralen Beziehungen nicht erschüttern könne. Er wollte die Wiener auf keinen Fall beleidigen, zumal diese Erscheinung in Brüssel und Berlin ebenso erlebt werden kann. Lázár hielt zugleich fest, die Ungarn hätten am 8. April die Wahl, ob sie auch solche Zustände wünschen.

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