Orbán erklärt der ganzen Welt den Krieg.

Orbán kündigte die Solidarität mit der Europäischen Union auf.

Orbán drückt Silvio Berlusconi die Daumen und sagte „Forza Italia“!

Orbán sagte: „Das Land soll nie schlechtere acht Jahre erleben, wie es die vergangenen acht Jahre waren.“ (Das ist natürlich ein Skandal.)

Orbán zog über die Opposition her.

Orbán sagte nichts über das Land.

Das also hatten die oppositionelle Presse und die Opposition insgesamt zu sagen.

Und die andere Seite der Medaille

Wir haben dem nur soviel hinzuzufügen: Orbán erklärte ganz und gar nicht der ganzen Welt den Krieg, sondern nur dem geisteskranken Teil dieser Welt, den Volltrotteln, dem Maulkorb der Politischen Korrektheit – und denen, die meinen, dass es weder eine europäische Kultur und Zivilisation noch eine Nation oder das Christentum bräuchte.

Er ist völlig richtig, dass er ihnen den Krieg erklärte.

Orbán kündigte nur mit jenen EU-Politikern die Solidarität auf, die die Obigen repräsentieren – noch dazu in einer unerträglich aggressiven und niederträchtigen Weise. Und ganz klar drückt Orbán Berlusconi die Daumen. Jeder normale Mensch drückt Berlusconi die Daumen. Er wird die Wahlen auch gewinnen, ansonsten war es das auch schon für die Italiener.

Orbán beschrieb die Situation der Opposition doch ganz treffend. Er sprach über diese armen Irren in einem ausgesprochen korrekten Ton. (Über andere herzuziehen ist übrigens eine Spezialität der Opposition, denn die Chancenlosigkeit hat nur Hass zur Folge – auch das brachte Orbán zu Wort. Und das ist gut so.)

Orbán sagte ziemlich genau alles über den Zustand des Landes. Er sprach alles an, worauf wir stolz sein können – von den makroökonomischen Kennzahlen hinaus bis hin zum Zustand des Bankensystems, von den Familienförderungen bis zur Verbesserung der Fruchtbarkeitsrate und vieles mehr. Er sprach aber ehrlicherweise auch an, dass wir noch bei Weitem nicht am Ziel wären, dass wir uns nicht zurücklehnen könnten, aber dass der Kurs stimme.

Es ist nun einmal so, dass ein selbstsicherer und rüstiger Ministerpräsident, der sich auf die kommenden Wahlen vorbereitet und eine achtjährige erfolgreiche Regierungsarbeit hinter sich weiß – und sich allen Anzeichen nach nun auf einen weiteren Regierungszyklus vorbereitet –, genau so eine Rede halten musste. (Insbesondere bei einer so widerwärtigen, impotenten und niederträchtigen Opposition im Rücken.)

Es war gut, gestern beim Burggarten-Basar dabei gewesen zu sein.

Ein im Kindergarten gehänselter Szigetvári mit bleibenden Schäden

Und es spricht Bände über die Opposition, was dort draußen geschah. Etwa zwölf bemitleidenswerte Gestalten demonstrierten unter der Führung von Viktor Szigetvári auf der Straße. Einer von ihnen wurde mit einem Schneeball beworfen, woraufhin Szigetvári Anzeige erstattete.

Hiermit appelliere ich inständig an die Polizei, dass sie alle Ermittler auf diesen Fall ansetzt! Sie sollen gefälligst mit aller Kraft den Schneeball-Skandal aufklären, denn so ein Vergehen darf nicht ungeahndet bleiben! Und wenn sie damit fertig sind, sollten sie sich sogleich an den nächsten wichtigen Fall setzen, denn ich weiß von zuverlässiger Stelle, dass die Sandkasten-Förmchen von Viktor Szigetvári direkt aus dem Sandkasten entwendet wurden.

Wenn der Schneeball-Terrorist endlich gefasst ist, heißt es: Alle Mann ausrücken zur Aufklärung des Sandkasten-Förmchen-Skandals! Damit auch bei der Opposition etwas passiert.

Der hier wiedergegebene Kommentar erschien am 19. Februar auf dem Online-Portal der konservativen Regierungszeitung Magyar Idők.

Aus dem Ungarischen von Dávid Huszti

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