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Von Zugló an den Kossuth tér?

Seit nicht ganz vier Jahren ist Karácsony Bezirksbürgermeister, ob ihn diese Arbeit bereits für das höchste Regierungsamt qualifiziert, ist fraglich. Die Bilanz seines bisherigen Wirkens fällt gemischt aus. Während er sich 2016 seiner „grünen Herkunft“ besinnend hinter die Zivilbewegung der Ligetvédők stellte und sich aktiv gegen den Umbau im Stadtwäldchen einsetzte, gab es auch weniger beliebte Entscheidungen. Die wohl bekannteste war die Einführung von Parkplatzgebühren rund um den Platz der 56er. Damit machte er sich weit über die Grenzen des Stadtteils hinaus unbeliebt.

Trotzdem entschied sich die MSZP dafür, ihn als Kandidaten ins Rennen zu schicken. Die Gründe sind offensichtlich: Nachdem die Sozialisten ihren eigenen Kandidaten, den nicht vollkommen aussichtslosen Szegediner Bürgermeister László Botka, mehr oder minder abgesägt hatten, gab es in den eigenen Reihen schlicht keinen Ersatz mehr. Mehr noch: Nachdem der eigene Kandidat zerfleischt war, hätte es die parteiinternen Streitigkeiten zu sehr ins Rampenlicht gerückt, hätte man erneut versucht, jemanden mit einem MSZP-Parteibuch als Kandidaten zu finden.

Warum also nicht jemanden von außerhalb? Gewinnt er, ist die MSZP trotzdem Seniorpartner und dürfte sich im Zweifel, wenn auch nicht das Amt des Ministerpräsidenten, so doch bei den Ministerien die Rosinen herauspicken. Sollte die Wahl mit einer Niederlage gegen den Fidesz enden, kann die MSZP die Schuld auf den externen Kandidaten schieben – ohne selbst Verantwortung übernehmen zu müssen. Eine Win-win-Situation für die Sozialisten.

Doch auch die Párbeszéd und Gergely Karácsony selbst ziehen schon jetzt Nutzen aus der Koalition. Im Vergleich zum November 2017, also noch vor seiner Kandidatur, stieg Karácsonys Bekanntheit um zwölf, sein Beliebtheitswert immerhin um zehn Punkte. Ein riesiges Plus für den Lokalpolitiker, keine Frage. Mit diesem Zuwachs hat er sogar Ministerpräsident Viktor Orbán in der Rangfolge der beliebtesten Politiker eingeholt. Ob Beliebtheit aber allein ausreichen wird, um einen Regierungswechsel herbeizuführen, ist mehr als fraglich. Karácsony wird in den kommenden zwei Monaten ein mittelgroßes Wunder bewirken müssen, um aus den durchaus positiven Werten Wählerstimmen zu spinnen.

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