Varga informierte über die Fortführung der Umstrukturierung der Berufsausbildung sowie die Abgabensenkung für Unternehmen durch die Regierung. Die Berufsausbildung soll sich nun vollständig am Bedarf des Arbeitsmarktes orientieren, die Arbeitgeberabgaben auf 15 Prozent sinken. Ungarn könne im Wettbewerb um die Abgaben nicht hinter den anderen Ländern der Region zurückbleiben. In den vergangenen 25 Jahren sei das Vertrauen zwischen den Unternehmen und Regierungen beider Länder angestiegen, die DUIHK war dabei ein wichtiges Bindeglied, so Varga. Ihre Mitglieder haben viel für den Erfolg der ungarischen Wirtschaft getan. Die in Ungarn mehr als 3.200 deutschen Unternehmen beschäftigen hierzulande ca. 200.000 Mitarbeiter. Deutschland ist damit der größte ausländische Arbeitgeber; die deutschen Unternehmen tragen fast ein Viertel zur ungarischen Wirtschaftsleistung bei. Die Investitionen der deutschen Partner stellten in den vergangenen Jahren eine bedeutende Zugkraft dar; mit ihrer Hilfe gelangen in Ungarn produzierte Waren auf Märkte, auf denen sich ungarische Firmen aus eigener Kraft nur schwer etablieren könnten.

Mit der Jahresauftaktveranstaltung nahm das 25. Jubiläumsjahr der DUIHK seinen Anfang, informierte DUIHK-Präsident Dale A. Martin. Zur Stärkung der wirtschaftlichen Kontakte werde sich die Kammer mit den Themen beschäftigen, die in den kommenden Jahren vom Aspekt der gesamten Wirtschaft her bestimmend sein werden. Die DUIHK unterstützt mit ihrer gesamten Dienstleistungspalette Unternehmen und Investoren und legt besonderes Augenmerk auf den Fachkräftenachwuchs im Rahmen der dualen Ausbildung. Im Verlaufe des Jubiläumsjahres wird das Gewicht auf den Beziehungen zwischen der Region und Deutschland liegen, denn die Visegrád-Gruppe (V4) ist noch vor den USA der bedeutendste Markt für die deutsche Wirtschaft und ihr drittwichtigstes Investitionsziel. Die bilateralen Beziehungen sind eine „beispielslose Erfolgsstory“.

Dr. Volker Treier, für die Außenwirtschaft verantwortlicher stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Berlin, betonte, dass das Kammer-Netzwerk nicht nur eine deutsche Angelegenheit sei, sondern die gemeinsame Arbeit mit den betroffenen Ländern. Die deutsche Wirtschaft wachse, die Investitionen und Ausfuhren steigen – dies sei auch Ungarn und der gesamten Region zu verdanken.

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