Geboren wurde die heute 36-jährige Sängerin unter dem bürgerlichen Namen Caroline Esmeralda van der Leeuw in Amsterdam, wo sie am Musikkonservatorium studierte und 2005 ihren Abschluss in Jazzgesang machte. Im Anschluss arbeitete das stets mondän gekleidete Popsternchen unter anderem als Gesangscoach bei der niederländischen Version von „Deutschland sucht den Superstar“, wo sie andere auf deren Musikkarriere vorbereitete. Erst durch Zufall – Emerald sprang als Ersatz bei Demoaufnahmen ein – fand sie sich 2007 dann selbst im Studio des Produzenten-Trios David Schreurs, Jan van Vieringen und Vince Degiorgio wieder. Diese erkannten ihr Potenzial und für die Niederländerin begann eine steile Musikkarriere.

Schon ihre erste Single „Back It Up“ schaffte es 2009 in die niederländischen, aber auch internationalen Charts, ebenso wie der Nachfolgehit „A Night Like This“. Und mit „Deleted Scenes From The Cutting Room Floor“ folgte Anfang 2010 auch schon ein Debütalbum, welches für seinen durchdachten Mix aus Pop-Jazz, Elektro-Swing und Soundtrack-Anklängen in ganz Europa bejubelt wurde. Gleich Dreifach-Platin brachte es der Sängerin ein.

Man kann sich der Eingängigkeit ihrer Lieder eben einfach nicht verwehren, was auch daran liegt, dass sie einem schon beim ersten Hören irgendwie bekannt vorkommen, als hätten sie immer zum Soundtrack des eigenen Lebens gehört. Verwunderlich ist dieser Höreffekt nicht, bedient sich Caro Emerald doch zahlreicher Elemente aus gleich mehreren Jahrzehnten Musikgeschichte: eine Prise Duke Ellington hier, ein Schuss Shirley Bassey da und ein Nachgeschmack von 60er-Jahre-Hollywood-Filmmusik. Dabei klingen die Kompositionen jedoch keineswegs abgedroschen, auch deshalb, weil die Niederländerin sie mit ihrer jazzgeschulten Stimme zu veredeln weiß.

2013 veröffentlichte das Platinkehlchen dann auch schon ihr zweites Studioalbum, „The Shocking Miss Emerald“. Wenig schockierend konnte Caro Emerald auch mit diesem Album die Charts stürmen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Sängerin schon längst alle nur erdenklichen Auszeichnungen abgestaubt, darunter etwa den European Border Breakers Award, den Echo und sogar die Goldene Kamera in der Kategorie „Beste Musik International“.

Doch ab 2014 wurde es um die Retro-Pop-Diva, abgesehen von einigen Auftritten und Festival-Gigs (auch in Ungarn), leidlich still. Die Sängerin legte ihre musikalische Karriere vorübergehend auf Eis, um sich nach der Geburt ihrer ersten Tochter vermehrt dem Familienleben zu widmen, so scheint es.

Doch 2017 meldete sich Caro Emerald mit einer groß angelegten Europatour zurück. Diese findet bis März 2018 mit sieben weiteren Konzerten in Ost- und Mitteleuropa, darunter ist auch Budapest, ihren Ausklang. Dabei stellt die charmante Miss Emerald ihr neues Mini-Album „Emerald Island“ vor, welches sechs neue Lieder umfasst. Darunter die reggae-lastige Nummer „Never Ever“, das an Disko-Klassiker der 70er erinnernde „Whatchugot“ und das exotisch nach südpazifischem Flair klingende „Tahitian Skies“.

Tickets für das Konzert in der Budapest Aréna am 26. Februar sind schon ab 9.900 Forint unter www.livenation.hu als auch unter www.ticketpro.hu erhältlich. Wer vorab noch mehr über Caro Emerald erfahren und in ihr musikalisches Werk reinhören möchte, kann dies unter www.caroemerald.com tun.

Konversation

WEITERE AKTUELLE BEITRÄGE
PICK Deli und Gourmet im V. Bezirk

Die Gourmetkantine der Wurstfabrik

Geschrieben von Katrin Holtz

Die Salamis und Wurstspezialitäten aus dem Hause Pick lassen nicht nur in Ungarn, sondern in ganz…

Shell Beach

„In Budapest killen sie die Clubs“

Geschrieben von Andrea Ungvari

Post-Hardcore ist grundsätzlich ein Außenseiter, das will es auch sein. Die Musikrichtung, die einst…

Die Oppositionsseite / Kommentar zur Causa CEU

Uns stehen große Veränderungen bevor

Geschrieben von Zoltán Lakner

Schon vor vier Jahren war klar, dass sich die Regierung eher früher als später einmal der CEU…