Was ist das Ziel von Young Energy Europe?

Ziel ist es, junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen in Ungarn für das Thema betrieblicher Klimaschutz zu sensibilisieren. Das Vorhaben fokussiert auf die Aktivierung von bisher nicht entdeckten oder nicht genutzten Energieeinsparungspotentialen, die Erhöhung der Energieeffizienz sowie ganz allgemein auf die Reduzierung der Umweltauswirkungen des betrieblichen Handelns. Die Ausbildung besteht aus Theorieunterricht und einer darauffolgenden betrieblichen Projektarbeit sowie ihrer Präsentation. Dabei geht es um den sogenannten Soforteffekt, das heißt, das Gelernte soll zeitnah in der Praxis umgesetzt werden, und so zu ausweisbaren Energieeinsparungen führen, während zugleich umweltbewusstes Denken gestärkt werden soll. Die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen lernen, konkrete Optimierungsprojekte etwa zur Steigerung von Energieeffizienz, von Ressourceneffizienz oder zum Ersatz fossiler Energieträger durch regenerative zu konzipieren und umzusetzen. So tragen sie in den Unternehmen zum Klimaschutz bei.

Warum wird mit dem Projekt gerade die junge Generation angesprochen?

Das zugrundeliegende Schulungskonzept „Energie-Scouts“ wurde in Deutschland 2014 für Auszubildende und andere junge Berufstätige entwickelt. Diese Zielgruppe kann die in der Schulung vermittelten Fach- und Methodenkenntnisse auf dem von ihnen stehenden Berufsweg noch lange und vielseitig einsetzen. Dieses Capacity Building ist der Kern des Vorhabens Young Energy Europe. Anders ausgedrückt, die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen an ihrem Arbeitsplatz ein Empowerment erfahren, das gleichzeitig dem Klimaschutz und dem beruflichen Fortkommen dient.

Warum nehmen Sie als Wissenszentrum an dem Projekt teil?

Wir haben bereits mehrere Trainingskonzepte und Lizenzen, die von deutschen IHKs entwickelt worden sind, für Ungarn übernommen, angepasst und erfolgreich angeboten. Unternehmen in Ungarn, teils mit deutscher Beteiligung und deutschen Geschäftskontakten, sind starke Wirtschaftsfaktoren für die ungarische Wirtschaft, deren Handeln durch die Nutzung von Energie und anderen Ressourcen einen Anteil an Klimaveränderungen hat. Das hier präsentierte Vorhaben soll das Bewusstsein für diese Zusammenhänge verstärken sowie einen Beitrag zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele leisten.

Ein wichtiger Hebel zur Verankerung des Wissens um Klimaveränderungen und die Bedeutung des Klimaschutzes ist die Sensibilisierung von jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Man will ihnen Kompetenzen und Wissen übermitteln, inwiefern ihr Einsatz im Betrieb den Energie- und Ressourcenverbrauch am Arbeitsplatz und im Unternehmen beeinflusst und in welchem Zusammenhang dies zum globalen Phänomen der Klimaerwärmung steht.

Mit welchen Partnern arbeiten Sie bei diesem Projekt zusammen?

Zur Erreichung der geschilderten Ziele wird eine effiziente Zusammenarbeit zwischen unserem Wissenszentrum, der DIHK Service GmbH, den deutschen Industrie- und Handelskammern, den Institutionen der beruflichen Bildung und anderen Stakeholdern sowie mit den Auslandshandelskammern von Griechenland, Tschechien und Bulgarien verwirklicht.

Worin besteht der Nutzen für Ihre Kunden?

Der Mehrwert für die Teilnehmer steckt im Kompetenzerwerb für die Zukunft, im Sammeln von Erfahrungen und der Übernahme von Verantwortung. Außerdem stellt die vermittelte Zusatzqualifikation eine gute Basis für die weitere Karriere der Mitarbeiter da. Die Unternehmen profitieren wiederum durch reale Einsparungen und können die mitwirkenden jungen Mitarbeiter mit diesem Angebot noch besser an sich binden. Neben Mitarbeitern und Unternehmen profitiert natürlich auch die Umwelt.


Bei Eingabe des Stichworts „Energie-Scouts“ finden Sie bei YouTube einige erklärende Kurzfilme zu diesem Thema.


Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Logo.svg

Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages unterstützt.

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