Áder sagte nach seinem ungefähr halbstündigen Gespräch mit Macron, man sehe übereinstimmend fünf Voraussetzungen dafür, damit das Ziel des Pariser Klimaabkommens erreicht wird, d. h. damit sich die Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts nicht um mehr als 2°C weiter erhöht. Beide stimmten darin überein, dass das Abkommen auf sog. subnationale Organisationen wie Städte und Regionen ausgeweitet und Klimaschutzbewegungen als Partner der Vereinbarung akzeptiert werden müssten.

Zudem kritisierte Áder, dass der Schiffsverkehr, der mit einem enorm hohen Ausstoß an Treibhausgasen einhergeht, aus dem Abkommen herausgeblieben ist. Seiner Auffassung nach müsse der Schadstoffausstoß dieser Branche radikaler und schneller als bislang gesenkt werden. Áder und Macron stimmten auch darin überein, dass bis zur Lösung der Energiespeicherung Atomkraftwerke noch benötigt werden. Áder sagte, die G20 müssten erreichen, dass noch größere Verpflichtungen als vor zwei Jahren eingegangen werden.

Öffentliche Entwicklungsbanken, Investmentfonds, Unternehmen und Regierungen wollen auf Einladung von Macron konkrete Maßnahmen bekanntgeben, Geld in erneuerbare Energien zu lenken. Der „One Planet Summit“ mit mehreren tausend Teilnehmern sei ein Signal, dass auch die Privatwirtschaft beim Kampf gegen den Klimawandel mitziehe, sagte Weltbank-Chef Kim. Das Treffen findet genau zwei Jahre nach Abschluss des Weltklimaabkommens in Paris statt, das von 170 Ländern verabschiedet wurde.

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