Über zwei Millionen haben ihre Meinung geäußert

Den Zahlen zufolge haben sich mehr als zwei Millionen Menschen die Mühe gemacht, ihre Meinung über die Migrationspolitik der Regierung beziehungsweise über die in unversöhnliche Gegensätze verstrickten Vorstellungen, die wir zusammengefasst vereinfacht als Soros-Plan bezeichnen, kundzutun.

Die Auswertung steht zwar noch bevor, aber es bedarf keiner besonderen wahrsagerischen Fähigkeiten, dass wir vorausschicken können: Die entscheidende Mehrheit der Befragten unterstützt den Ministerpräsidenten in seinem Kampf, die Selbstbestimmung Ungarns zu bewahren.

Egal, was die bezahlten Schriftführer oder die freiwilligen nützlichen Idioten von Soros zusammentragen: An einer Nationalen Konsultation haben noch nie zuvor so viele teilgenommen. Es bringt auch gar nichts, wenn man Rechenschaft einfordern will, warum diese Möglichkeit von einer Vielzahl von Personen nicht wahrgenommen wurde, die zwar anhand der mit wissenschaftlichen Methoden erfolgten Erhebungen in dieser Frage mit Viktor Orbán und seiner Migrationspolitik einverstanden sind, aber aus Faulheit, Desinteresse oder verunsichert durch Drohungen von Migrationsbefürwortern die Fragebögen letztlich doch nicht zurückgeschickt haben.

Kläglicher Versuch, Konsultation herunterzumachen

Die Betonung liegt auf den zwei Millionen Menschen, die ihr Einverständnis durch ihr aktives Handeln zum Ausdruck brachten. Ich wäre wirklich sehr gespannt, ob die zerstreute Opposition im Rahmen irgendeiner beliebigen politischen Aktion von der Größenordnung her auch nur eine annähernd große Menge für ihre Sache mobilisieren könnte.

Es kam nicht von irgendwoher, dass der zu erwartende Erfolg den frustrierten Regime-Auskehrern schon von vornherein furchtbar weh tat. Ákos Hadházy glaubte deshalb seinen Augen nicht, als er plötzlich die eingetroffenen Bögen erblickte. Deshalb musste er auch schnell in die Rolle einer debilen, verlogenen, gemeinen Person schlüpfen, denn es blieb ihm keine andere Option, um die Konsultation – auch so nur mit eher mäßigem Erfolg – herunterzumachen.

Diese politische Entscheidung war das Kind der Verzweiflung, und zwar auf dem geistigen Niveau eines Kindergartenkindes in der Trotzphase. Zuerst gib es kein Migrationsproblem, dann gibt es keine Quote, schließlich gibt es keinen Soros-Plan und am Ende existieren auch keine retournierten Konsultationsbögen. Und all das passiert vor ihren Augen, aber ihre Orbán-Phobie, ihr Hass auf die Regierungsparteien und ihre Wähler verblendet sie schon in einem Ausmaß, dass sie beinahe selbst- und gemeingefährlich werden.

Soros gab auch seinen Senf dazu – fünf, setzen!

Es ist auch kein Zufall, dass diverse Einwanderungsbefürworter in den verschiedenen Organen der Europäischen Union die ungarische Regierung und die Konsultation mit einer ungebremsten Wut attackieren. Wenn jemand noch leise Zweifel hegte, ob sich George Soros über seine als zivil getarnten Organisationen, über sein Netzwerk und seine Lobbyisten offen in die europäische Entscheidungsfindung einmischen würde, dann sind ihm diese Zweifel kürzlich vollständig genommen worden, als sich der Namensgeber höchstpersönlich zu Wort meldete, um seine eigenen Sätze zu leugnen.

Mit so lächerlichen Argumenten, dass er nicht eine Million Migranten, sondern nur 300.000 ansiedeln lassen wollte, und diese auch nicht verpflichtend, sondern auf freiwilliger Basis. Im nicht existenten Plan, versteht sich. Das Wichtigste, nämlich die Umsetzung selbst, läuft derweil auf Hochtouren.

Der Witz beginnt mit: Sagt ein Liberaler …

Die Entscheidungsträger diskutieren über eine ständige verpflichtende Ansiedlungsquote ohne Obergrenze und drohen dabei all jenen mit dem Entzug der vertraglich zustehenden Mittel, die dabei nicht mitmachen wollen. Und die illegale Einwanderung wollen sie lösen, indem sie aus ihr mit einem Federstrich plötzlich eine legale machen. Denn laut der liberalen Auffassung wäre man kein Europäer, wenn man keine Migranten aufnehmen will. Aber genau das Gegenteil ist der Fall: Es sind genau diejenigen keine Europäer, die Andersdenkende aus Europa ausgrenzen wollen.

All jene, die an die Vereinigten Staaten von Europa auf der Basis des Multikulturalismus mit einer gemischten Bevölkerung und einer offenen Gesellschaft glauben, mögen bitte zur Kenntnis nehmen, dass wir, die Befürworter einer Europäischen Union auf der Basis einer Allianz von starken Nationalstaaten, in keiner Weise minderwertiger sind als sie und unser Standpunkt in keiner Weise weniger wert ist als ihrer.

Es haben gerade etwas mehr als zwei Millionen Ungarn ihren Willen kundgetan, dass beide Standpunkte die Chance erhalten sollten, sich in einem fairen Kampf vor den Foren der Europäischen Union zu behaupten. Aber es sind in Wirklichkeit viel mehr.

Die, die uns verbannen wollen, sind gut beraten, wenn sie das im Hinterkopf behalten.


Der hier wiedergegebene Kommentar erschien am 1. Dezember auf dem Online-Portal der konservativen Regierungszeitung Magyar Idők.

Aus dem Ungarischen von Dávid Huszti

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